Technologielabor an der KGS Hemmingen begeistert nicht nur den Bürgermeister

Freude bei allen Beteiligten über das neue Techniklabor

Technologielabor an der KGS Hemmingen begeistert nicht nur den Bürgermeister

Freude bei allen Beteiligten über das neue Techniklabor
Freude bei allen Beteiligten über das neue Techniklabor (v.l.): JeT-Koordinator Uwe Reinbeck, Johannes Felbermair von n-21, Schulleiter Gregor Ceylan. Untere Reihe von links: Die Schüler Jonas Janzen und Dominik Behrens und Bürgermeister Jan Dingeldey. Foto: Harald Langguth

Hemmingen. „Das ist wirklich Zukunft, was hier passiert. VW, Conti: Alle suchen Mitarbeitende, die Robotik können – und hier lernen es bereits Schülerinnen und Schüler in den Technik AGs von der 5. bis 11. Klasse.“ Jan Dingeldey ist Bürgermeister von Hemmingen in der Region Hannover und an diesem 13. Juni einfach nur begeistert. Denn an diesem Tag wurde an der Carl-Friedrich-Gauß-Schule in Hemmingen mit Unterstützung der Landesinitiative n-21 und Mitteln aus dem Masterplan Digitalisierung ein Technologielabor eröffnet. Kern dieser Labore sind Desktop-Roboter und industrienahe Leichtbauroboter, die in Anwendungsszenarien ihre ganze Stärke ausspielen. „Ziel ist es, die Jugendlichen mit moderner zukunftsweisender Ausstattung für MINT-Fächer zu begeistern und eine technische Berufsorientierung zu geben“, sagte bei der Einweihung Johannes Felbermair. Ihm obliegt bei n-21 die Projektleitung „Mensch-Roboter-Kollaboration-Robonatives“. 54 allgemeinbildende Schulen in Niedersachsen erhalten ein solches Technologielabor im Wert von rund 50.000 Euro. Zehn Prozent davon hat die Stadt Hemmingen gezahlt. Roboter gehören dazu, Förderbänder, Laptops zum Programmieren und iPads zum Steuern.

VDI/Jet will Kontakte zwischen Schulen und Unternehmen fördern

Im Vorfeld gab es eine Ausschreibung, die Dr. Uwe Groth, Vorsitzender des VDI Landesverbands Niedersachsen, maßgeblich unterstützt hatte. Groth ist Gründer des Projekt JeT – Jugend entdeckt Technik – das an der KGS Hemmingen seit über zehn Jahren junge Menschen mit einem JeT-Kompetenzzentrum an technische Themen heranführt. Der Zulauf zu diesen Fächern hatte sich seitdem um rund 50 Prozent erhöht. Rund 100 Schülerinnen und Schüler nutzen regelmäßig den JeT-Raum. In diesem Jahr gründete der VDI zudem das VDI/JeT-Powerteam Robotik mit der KGS Hemmingen und der IGS List in Hannover. Ideengeber Dr. Uwe Groth will Schulen in ganz Niedersachsen im Rahmen der Robotik zusammenführen. „Mit Hilfe des VDI entstehen so Kontakte zwischen Schulen und Unternehmen, um eine technische Berufsorientierung mitzugestalten“, bekräftigt Groth. „Wir wollen das Thema Robotik von der 5. bis zur 13. Klasse allen Interessenten an unserer Schule anbieten“, ergänzt Uwe Reinbeck, JeT-Koordinator an der KGS. Auch Gregor Ceylan, Schulleiter der Carl-Friedrich-Gauß-Schule, ist voll des Lobes über JeT: „Dank der 3D-Druck AG sind wir im Bereich JeT schon sehr weit. Mit der Robotik setzen wir jetzt noch mal einen drauf.“

Konrad Wohlfahrt (16) lässt seinen Roboter Spielzeug-Waschmaschinen transportieren.
Konrad Wohlfahrt (16) lässt seinen Roboter Spielzeug-Waschmaschinen transportieren. Foto: Harald Langguth

Ein Roboter transportiert

Spielzeug-Waschmaschinen
Konrad Wohlfahrt ist derweil mit etwas anderem beschäftigt. Eine knappe Stunde hat der 16-jährige aus der Klasse 11G3 benötigt, um an seinem Laptop einen Roboter zu programmieren, Spielzeug-Waschmaschinen transportfähig zu machen. Während die Erwachsenen reden, lässt er seinen Roboter arbeiten. Jonas Janzen (10) aus der 5G2 und sein Kumpel Dominik Behrens (11) aus derselben Klasse sind noch nicht ganz so weit. Sie tüfteln daran, einen Roboter dazu zu bewegen, Sattelschlepper mit Containern zusammenzustellen. Noch ist das Ganze nur ein Spiel.