Das geht ins Ohr!

Neu auf ingenieurregion.de: Podcast, FAQ und Profile

Welche Fähigkeiten müssen Ingenieurinnen und Ingenieure mitbringen? Wie zeitaufwendig ist das Studium? Auf welche praktischen Erfahrungen sollte ich Wert legen? Diese Fragen und viele mehr beantworten die Studenten und Jungingenieure (SuJ) des VDI Braunschweiger Bezirksvereins auf ingenieurregion.de. Die FAQ (Frequently Asked Questions) sind Fragen, die sich die Studierenden häufig stellen, bevor sie sich für das Ingenieurwesen entscheiden. Die Antworten können sie heute auf Grundlage ihrer eigenen Erfahrungen geben. Spielt jemand in Ihrem Umfeld mit dem Gedanken, Ingenieur oder Ingenieurin zu werden? Dann sind die Tipps der SuJ bestimmt hilfreich. Wenn Fragen offenbleiben, vermitteln wir aus dem Redaktionsteam an (angehende) Ingenieurinnen und Ingenieure weiter. Zum Beispiel an unsere Gurus, die sich hier vorstellen. Melden Sie sich einfach über eines der auf der Website integrierten Kontaktformulare!

Stories aus der Branche

Das war nur das erste Beispiel der neuen redaktionellen Beiträge auf ingenieurregion.de. Kennen Sie schon unsere Podcast-Reihe „Ingwertee mit…“? In der neuesten Folge
trafen wir uns online mit Tobias Stelzer, Masterabsolvent der Luft- und Raumfahrttechnik – und ausgebildetem Krankenpfleger. Er erzählt, wie es ist, nach einer Ausbildung einen kompletten Themenwechsel zum Ingenieurwesen hinzulegen, welche Vorteile es bringen kann, vor dem Studium auch fachfremde Erfahrungen zu machen und wie es sich für ihn anfühlt, nach dem Studium wieder als Krankenpfleger in der Corona-Krise auszuhelfen. Hören Sie hier rein. Der Vorteil am Audio Format: Sie können unser Interview ganz entspannt nebenbei anhören – im Auto oder im Zug, im Park oder zu Hause.

Benefits, Balance & Co.

Fachkräfte für die Region sichern – das ist neben der Nachwuchsgewinnung das zweite Ziel, das wir mit unserer Plattform verfolgen. In den kommenden Monaten erscheinen in der Rubrik „Ingenieur*in sein“ neue Formate, die sich an Ingenieurinnen und Ingenieure richten, die bereits im Arbeitsleben oder kurz vor dem Berufseinstieg stehen. Unternehmen der Region stellen sich in Profilen mit den Benefits vor, die sie ihren Beschäftigten bieten – von Angeboten zur Förderung der Work-Life-Balance über den Betriebskindergarten bis zur Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz. Außerdem entsteht ein Bereich, in dem innovative technische Ideen vorgestellt und Partnerinnen und Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft gewonnen werden können. Sie wollen keine neuen Beiträge mehr verpassen? Folgen Sie uns auf unseren Social-Media-Kanälen Instagram, Facebook, Twitter und YouTube! Die Links finden Sie ganz unten auf ingenieurregion.de. Übrigens: ingenieurregion.de ist ein gemeinsames Projekt der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften und der VDI-Bezirksvereine Braunschweig und Hannover. Es wird gefördert vom Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser und unterstützt durch die Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen Wolfsburg sowie über 20 regionale Institutionen aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

Innovative Köpfe gesucht!

Kreativ, vernetzt, vielseitig – mit diesen drei Worten bringt Projektkoordinatorin Angelina Capelle die interaktive Plattform ingenieurregion.de auf den Punkt. Eine Plattform, die zeigen möchte, wie vielfältig das Ingenieurwesen in der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg ist. Von Wasserbau über Luftfahrt bis zum Maschinenbau – das Projekt hat eine konkrete Mission, und zwar junge Menschen für die Branche zu begeistern und Fachkräfte für die Region zu sichern. Die Plattform ist das Herzstück eines Kooperationsprojekts der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften und der Bezirksvereine des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) Braunschweig und Hannover. Es wird vom Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser gefördert und von über 20 regionalen Partner*innen aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik unterstützt.

„Neugierige Menschen aus unserer Region, die sich für Technik begeistern oder es lernen wollen“, so fasst Angelina Capelle die Zielgruppe des Projekts zusammen. Seit Juli 2018 arbeitet sie in einem interdisziplinären Team intensiv am technischen Aufbau der Plattform und der Entwicklung verschiedenster Formate. Gemeinsam ist das Team mit vielen Ideen gestartet, hat manche verworfen, umgestrickt und eine ganze Menge bereits umgesetzt. Eine der Ideen ist die Aufteilung der Plattform in Formate für die zwei zentralen Zielgruppen „Wir haben uns für zwei zielgruppenspezifische Einstiege in die Website entschieden: Ingenieurin werden und Ingenieurin sein. In der ersten Projektphase haben wir uns vor allem auf Studieninteressierte und Studierende konzentriert – schließlich wollen wir Nachwuchs gewinnen. Unsere zweite Mission ist die Fachkräftesicherung. Deshalb umfasst unsere Zielgruppe auch kleine und mittelständische Unternehmen, Institutionen wie Wirtschaftsförderungen oder regionale Zusammenschlüsse sowie berufstätige Ingenieurinnen.“ Die Idee des Netzwerks und des gemeinsamen Austauschs taucht auf ingenieurregion.de immer wieder auf. Nicht nur für das Projekt, sondern auch für die Arbeit von Ingenieurinnen im Allgemeinen kann es wichtig sein, sich zu vernetzen und über den Tellerrand hinauszuschauen. „Ich denke, dass beim vernetzten Arbeiten alle voneinander profitieren können“, so Capelle. „Man bleibt nicht nur im eigenen Fachgebiet und durch einen solchen Austausch kommen oft tolle Projektideen auf!“

So wird das Netz der Ingenieurregion täglich größer und die Plattform füllt sich mit neuen Themen rund um das Ingenieurwesen. Immer ist das Redaktionsteam auf der Suche nach neuen Gesichtern, Ideen und Formaten. Auch aus diesem Grund ist ihnen der interaktive Charakter der Plattform so wichtig. Für die Kontaktaufnahme und den Austausch stehen unterschiedliche Kanäle zur Verfügung: „Die Nutzerinnen und Nutzer können sich über integrierte Kontaktformulare auf unserer Website direkt an uns als Redaktionsteam wenden. Sowohl Fragen zum Projekt an sich als auch zu den Inhalten der Seite nehmen wir hier gerne entgegen“, sagt Capelle. Darüber hinaus ist das Team auch in sozialen Medien aktiv und verbreitet die Inhalte auf Instagram, Facebook, Twitter und YouTube. Eine Besonderheit sind die sogenannten Guru-Profile. Der Guru ist bei ingenieurregion.de eine Art Mentorin, der Interessierten eine Beratung anbietet. So stellen sich (angehende) Ingenieurinnen mit einem kurzen Steckbrief vor und laden ein, Kontakt mit ihnen aufzunehmen. „So können sich Interessierte ganz unkompliziert und auf Augenhöhe mit den Gurus austauschen, Fragen loswerden oder sich vernetzen“, erklärt Capelle die Idee hinter der Figur. Insbesondere Schülerinnen und Schüler können sich über die Profile zu möglichen Berufswegen informieren und mit ihnen ins Gespräch kommen. „Oft stellt sich die Frage, was eigentlich hinter den Berufsbildern steckt. Deshalb ist es uns wichtig, verschiedene Fachrichtungen zu zeigen und diese an konkreten Personen greifbarer zu machen.“

Um immer nah beim wissenschaftlichen Nachwuchs zu bleiben, ist das Team auch in Schulen der Region unterwegs. Dort begleitete ingenieurregion.de die jungen Köpfe beispielsweise bei der JeT-Challenge, in der Teams in einem Wettbewerb ein ferngesteuertes Auto entwickeln und so einen praktischen Einblick in zukunftsorientierte Technik bekommen. „Die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern ist für uns besonders wichtig, um die tatsächlichen Bedarfe der jungen Zielgruppe zu erfassen. Auf welchen Kanälen sind sie unterwegs? Was erwarten sie von einem Online-Angebot? Und welche Fragen verunsichern sie bei ihrer Studien- und Berufswahl?“ Der direkte Kontakt in den Schulen schaffe häufig Möglichkeiten, erste Unsicherheiten zu Berufen im MINT-Bereich zu nehmen. Und natürlich nimmt das Team auch zahlreiche Tipps aus den Workshops mit.

Den Wunsch nach einer bunten Plattform mit vielen mobilen Angeboten konnte ingenieurregion.de bereits in die Tat umsetzen und freut sich über die Ideen der Schülerinnen und Schüler: „Ihre Begeisterung und Experimentierfreude ist einfach ansteckend!“ Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Gert Bikker, Ostfalia-Vizepräsident für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer, meint: „Die aktuellen Bedingungen zeigen umso mehr, dass wir für Digitalisierung und Entwicklung innovative Köpfe brauchen. Junge Menschen müssen wir in ihren Formaten für Ingenieurberufe interessieren. Dem Team von ingenieurregion.de gelingt das in einem kreativen Mix aus Online-Formaten und virtueller Präsenz auf unterschiedlichen Kanälen.“

Neben Angeboten vor Ort und auf den Social-Media-Kanälen geht ingenieurregion.de auch ins Ohr. In ihrem Podcast lädt das Team regelmäßig verschiedene Gesichter auf einen Ing.wer-Tee ein. Dabei kommt die Plattform, teilweise in Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro der Ostfalia Hochschule, zu Projekten, Berufswegen und Erfahrungen rund ums Studium ins Gespräch. Angelina Capelle ist beim Podcast besonders das Gespräch mit Tobias Stelzer in Erinnerung geblieben: „Tobias hat einen eher ungewöhnlichen Lebenslauf: Vom Krankenpfleger zum Masterabsolventen in der Luft- und Raumfahrt und wieder zurück. Als aufgrund der Corona-Pandemie zusätzliche Pflegekräfte gesucht wurden, hat er sich freiwillig gemeldet und ist wieder im Schichtdienst eingestiegen. Ein faszinierender Perspektivwechsel!“ Diese und andere Einladungen auf einen Ing.wer-Tee sind auf der Plattform jederzeit aufrufbar und das Team ist ständig auf der Suche nach neuen Gesichtern. Und was wünscht sich das Team neben neuen Geschichten noch für die Zukunft? „Bei unseren neuen Formaten sprechen wir von ‚Piloten‘ und wir hoffen, dass viele von ihnen auch in Zukunft flugfähig bleiben“, sagt Capelle. „Unser Wunsch ist, dass ingenieurregion.de noch viele Jahre mit neuen spannenden Inhalten gefüllt wird, Menschen darüber miteinander in Kontakt kommen und die Vielfalt des Ingenieurberufs entdecken!“

Drei Fragen an… Angelina Capelle

Angelina Capelle (M.A.) ist Projektkoordinatorin, Social Media Managerin und Content Creator bei ingenieurregion.de. Im Redaktionsteam kreiert sie mit Kathrin Weiß (M.Sc.) und Yannick Waselkowski neue Inhalte und Formate für die Plattform. Sie hat drei Fragen zu ihrem Arbeitsalltag und ihren Erfahrungen beantwortet.

Was sind deine Aufgaben bei ingenieurregion.de?
Bei mir laufen alle Fäden des Projekts zusammen: Ich habe die Übersicht, was wir schon geschafft haben und was noch vor uns liegt. Außerdem arbeite ich auch redaktionell, das heißt, ich erarbeite Konzepte für neue Formate, schreibe und redigiere Texte oder mache auch mal Foto- und Videoaufnahmen. Die Entscheidung, welche neuen Inhalte es geben soll und wie es strategisch weitergeht, fälle ich aber keineswegs alleine: Unser Projektteam besteht aus Vertreter*innen unserer drei Projektpartner Ostfalia, VDI Braunschweig und VDI Hannover; Projektleiter ist unser Vizepräsident für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer Prof. Dr.-Ing. Gert Bikker. Die Redaktion von ingenieurregion.de sowie unseren Social-Media-Kanälen haben wir auf drei Schultern verteilt: Kathrin pflegt die Website, Yannick ist unser Kamera- und Schnittprofi und ich bin für die Kommunikation verantwortlich. Das Konzeptionieren, Texten und Posten teilen wir uns nach Bedarf auf.

Was macht aus deiner Sicht die Region so besonders?
Unsere Region ist sehr forschungsstark und das zeigt sich in all den Studiengängen und Arbeitsplätzen, die so unheimlich vielfältig sind. Außerdem gibt es eine Fülle an regionalen Initiativen, die dafür spricht, dass wir uns immer besser vernetzen und es viele Menschen gibt, die sich hier wohlfühlen. Nach meinem Studium in Berlin bin ich deshalb auch in meine Heimatstadt Braunschweig zurückgekehrt

Du arbeitest in einem sehr jungen Team und erarbeitest neue Projektideen. Wie kann man sich deinen Arbeitsalltag konkret vorstellen?
Kein Tag ist wie der andere! Ich bin ständig im Austausch mit Projektpartnerinnen und natürlich (angehenden) Ingenieurinnen, ob per Mail, telefonisch oder persönlich. Auch bei Veranstaltungen, Videodrehs oder Interviews bin ich des Öfteren anzutreffen. Unsere Zusammenarbeit im Redaktionsteam läuft sehr unkompliziert und macht viel Spaß, weil wir uns auch auf persönlicher Ebene gut verstehen. Neue Ideen entstehen bei uns oft spontan, aber auch beim gemeinsamen Brainstorming. Unsere Projektplanung läuft agil, das heißt, dass uns viele Möglichkeiten offenstehen und wir immer wieder neu entscheiden, in welche Richtung es weitergeht.

Das Projekt ingenieurregion.de ist beim Wissens- und Technologietransfer der Hochschule angesiedelt. Hier im Haus ist diese Einrichtung als WTT bekannt.
Aber was macht der WTT sonst noch?

Vieles: Der Wissens- und Technologietransfer der Ostfalia ist die erste Kontaktstelle bei der Suche nach Verbindungen in
die Hochschule, um beispielsweise auf das Wissen der Expertinnen zurückzugreifen oder fachliche Fragestellungen zu diskutieren.

Neben dieser Aufgabe umfasst der Service:

  • Unterstützung von Forschungskooperationen im Rahmen von Antragsund Auftragsforschung
  • Informationen zu den Forschungsschwerpunkten und -projekten an der Ostfalia
  • Kontaktvermittlung zu den Professorinnen im Haus
  • Beratung zu finanziellen Fördermöglichkeiten von Projekten in Kooperation mit Unternehmen, Verbänden, Institutionen und Forschungseinrichtungen – regional, national sowie international
  • Beratung zu Erfindungsmeldungen, Patenten und Schutzrechten
  • Organisation von Veranstaltungen zur Initiierung von Kooperationen und zum Austausch von Ideen und Wissen

Einblick in die Ostfalia: Forschende Ingenieur*innen stellen Projekte vor

Am 3. September 2020 tagte der Stiftungsrat Zukunftsfonds Asse an der Ostfalia Hochschule in Wolfenbüttel. Vorab machten sich einige Mitglieder ein Bild von der Forschungskompetenz vor Ort. Unter Beachtung der geltenden Hygieneregeln demonstrierten Forschende fünf verschiedener Fachbereiche aktuelle Projekte. Die Beteiligten zeigten großes Interesse und knüpften Kontakte für potenzielle zukünftige Kooperationen.

Zunächst stellte Prof. Dr.-Ing. Gert Bikker, Vizepräsident für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer, die Ostfalia vor. Dann besuchten die Mitglieder des Stiftungsrates in Kleingruppen die im Hauptgebäude verteilten Stationen. Wie Inklusion durch Digitalisierung gefördert wird, zeigten Prof. Dr. Sandra-Verena Müller (Fakultät Soziale Arbeit) und Prof. Dr. Ina Schiering (Fakultät Informatik) anhand einer App, die im Rahmen des Projekts „SmarteInklusion“ entwickelt wurde. Einen Einblick in die digitale Welt des Maschinenbaus bot Prof. Dr. Andreas Ligocki (Fakultät Maschinenbau) und schlug in seinem Vortrag eine Brücke zwischen 3D-Druck, via 5G vernetzten Bäumen und Schulprojekten. Den Informationsroboter Pepper stellten Prof. Dr. Reinhard Gerndt und Lars Rüdiger Kelm (Fakultät Informatik) vor. Prof. Dr. Dagmar Meyer und Kai Mario Kriegel (Fakultät Elektrotechnik) führten assistive Technologien vor, mit denen die Selbstständigkeit von Menschen in der Pflege erhalten und deren Teilhabe gefördert werden kann. Wie in der Gesellschaft die Rahmenbedingungen für Innovationen geschaffen werden können, erläuterten Prof. Dr. Andreas Jain und Melanie Krause vom Zentrum für gesellschaftliche Innovation (ZEGI) anhand des Beispiels der Inklusion im Landkreis Wolfenbüttel.

Während der Führung konnten die Besucherinnen und Besucher ihre Fragen direkt adressieren. Deutlich wurde, dass die Forschung an der Ostfalia in vielen verschiedenen Bereichen angewandt wird und sich dadurch Möglichkeiten für neue Verknüpfungen und Projekte ergeben.

Anschließend fand die interne Sitzung des Stiftungsrates statt. Die Stiftung Zukunftsfonds Asse fördert die regionale Landesentwicklung im Landkreis Wolfenbüttel. Sie ist in den vier Handlungsfeldern „Zusammenhalt stärken, Wirtschaft und Arbeit fördern, Kulturlandschaft entwickeln, Umwelt schützen“ fördernd aktiv. Organisiert wurde der Besuch vom Wissens- und Technologietransfer. Weitere Informationen zur Forschung an der Ostfalia sowie Ansprechpersonen finden Sie hier.

Mit diesem Roboter wird im Projekt „Persönliche Assistenz für Patienten in der Pflege (PersonA-PP)“ geforscht.
Mit diesem Roboter wird im Projekt „Persönliche Assistenz für Patienten in der Pflege (PersonA-PP)“ geforscht.

Das Projekt „SmarteInklusion“ wird gefördert durch

Das Projekt „Persönliche Assistenz für Patienten in der Pflege (PersonA-PP)“ wird gefördert durch

Bundesweiter Digitaltag und die „Digital Technologies“ Studierenden mittendrin

Ergebnisse eines ungewöhnlich digitalen Semesters

Normalerweise fängt das Sommersemester 2020 für die Studierenden an der TU Clausthal und der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften ganz anders an: Morgens mit dem Fahrrad zur Uni fahren, um dann im Hörsaal zu sitzen oder in der Bibliothek zu lernen. Anschließend ins Laborpraktikum und abends dann zusammen mit Freunden essen gehen oder auf einer Party feiern. Doch dieses Jahr ist auf Grund der Corona-Pandemie alles anders. Innerhalb von wenigen Monaten hat sich der Alltag für viele Studierende verändert. Nicht nur das Studium wird anders organisiert, sondern auch der soziale Kontakt untereinander muss über alternative Wege funktionieren. Das erste digitale Sommersemester startete mit Online-Vorlesungen, Online-Stammtischen und Videokonferenzen. Auch die Prüfungen und Projekte finden nicht wie gewohnt statt.

Wie können interdisziplinäre Projekte da noch umgesetzt werden?

Jeder der schon mal in „verteilten“ und räumlich entfernten Projekten gearbeitet hat, weiß welcher hohe Abstimmungsaufwand und welche kommunikativen Missverständnisse auf Distanz zu bewältigen sind. Gerade wenn dann auch noch verschiedene Fachbereiche und Erfahrungshorizonte auf einander treffen, da geht schon einmal etwas schief. Umso herausragender ist die Leistung der Studierenden des ersten Jahrgangs des neuen hochschulübergreifenden Bachelor-Studiengangs „Digital Technologies“, die bereits zu Beginn ihres Semesters als Teams der anwendungsnahen Digitalisierungsprojekte sich ohne persönlichen Kontakt zusammenfinden und gleichzeitig auch noch verschiedene Bausteine ihrer Technologien erarbeiten mussten. Dank der Methoden des agilen Arbeitens, täglicher Videokonferenzen, einer intensiven Betreuung durch das wissenschaftliche Personal und verschiedener digitaler SimulationsTools ist dies sehr gut gelungen. Die hier erlernten Kompetenzen kann man nur als „fortschrittlich und zukunftsweisend“ benennen. „Dies bestätigt die praxisorientierte Zielrichtung des Studiengangs, welche durch die schnelle Umstellung auf digitale Lehrformate an den Hochschulen, erheblich beflügelt wurde.“, so der Vizepräsident der Ostfalia, Prof. Dr.-Ing. Gert Bikker.

„Die Ergebnisse der Studierenden Teams können sich wirklich sehen lassen.“, schwärmt Prof. Dr. Andreas Rausch, Vorstandsvorsitzender des neuen Center for Digital Technologies. „Hier wurde nicht nur fachlich sondern auch auf zwischenmenschlicher Ebene voll abgeliefert!“

Was haben Bergbau, Recycling, Mobilität und Produktion mit Informatik zu tun?

Zu Beginn des Semesters konnten die Studierenden aus vier Projektangeboten auswählen, die jeweils von einem Anwendungsgebiet des Studiengangs vertreten wurden. Dabei haben sich zwei Themen durchgesetzt, so arbeitete ein Studierenden-Team an einem digitalen Grubenlüfter für untertägige Anlagen. Damit soll die Bewetterung (bergmännisch für Lüftung) digital – und energieeffizient – gesteuert und bei Störungen ortsunabhängig kontrolliert werden. Das zweite Team beschäftigte sich mit autonomem Fahren im ÖPNV im Projekt „Car2X-Kommunikation“. Mithilfe einer künstlichen Intelligenz zur Bildverarbeitung soll das Fahrgastaufkommen an Bushaltestellen erfasst und als Information an Busse weitergeleitet werden, z. B. für eine bedarfsorientiertere Routenplanung. Als ein weiterer Akteur wird eine Betriebsleitstelle in das ÖPNV-System eingebunden, mit dem Ziel, Daten von einzelnen
Omnibusfahrzeugen auswerten zu können. Passend zum bundesweiter Digitaltag werden die Ergebnisse ganz remote zur dritten SPRINT Review-Party vorgestellt und somit die Möglichkeiten der Digitalisierung an der Schnittstelle zwischen Informatik und Anwendung für jedermann offen aufgezeigt. „Wir sind gespannt, welche Ideen, Innovationen und Neuheiten dann im nächsten Semester auf uns warten.“, freut sich Diana Hoffmeister, Geschäftsführerin des DIGIT. „Denn dann kommen die neuen Erstsemester und zwei weitere Anwendungsgebiete dazu, wodurch die Teams semesterübergreifend und die Projekte noch vielfältiger werden.“

Weitere Informationen zum Studiengang finden interessierte Schülerinnen und Schüler unter www.digitecstudieren.de. Die Bewerbung auf einen der zulassungsfreien Studienplätze erfolgt noch bis Mitte Juli direkt über das Bewerbungsportal der Ostfalia Hochschule.

Pressekontakt
Diana Hoffmeister
Leiterin der Geschäftsstelle

ingenieurregion.de hebt ab

Unsere Plattform füllt sich mit immer mehr Inhalten

Die vergangenen Monate sind für unser Projektteam sehr ereignisreich gewesen. Intensiv arbeiten wir – die Ostfalia und die VDI-Bezirksvereine Braunschweig sowie Hannover – auf das „Go-live“ der Plattform ingenieurregion.de hin. Ziel des Gemeinschaftsprojekts ist es, junge Menschen für Technik zu begeistern und ausgebildete Fachkräfte für die Region zu gewinnen.

März 2020 ist es so weit: Wir gehen an den Start

Unser Fokus liegt aktuell darauf, ingenieurregion.de mit redaktionellen Inhalten zu füllen – denn Ende März 2020 wollen wir online gehen. Wir werden dann ab dem ersten Klick neugierig machen auf das, was unsere Region zu bieten hat. Ein paar Einblicke in Kürze: Es wird Beiträge geben, die für den Ingenieurberuf begeistern und zeigen, wie vielfältig schon das Studium sein kann. Ganz konkret: Im September war ich mit dem Arbeitskreis Luft- und Raumfahrt sowie den Studenten und Jungingenieuren des VDI Braunschweig in 4.000 Fuß Höhe unterwegs. Auf Initiative von Josef Thomas haben wir bei diesem Flugpraktikum einen spannenden Tag miteinander verbracht (lesen Sie dazu auch Seite 13 des iQ-Journals). Auf ingenieurregion.de – zurzeit noch in der Laborversion – zeigen wir dieses besondere Erlebnis in Form von Fotos, Texthäppchen und kurzen Videos. Neben redaktionellen Inhalten wie diesem werden wir es mit unserer Plattform ermöglichen, direkt mit (angehenden) Ingenieurinnen und Ingenieuren in Kontakt zu treten. Lassen Sie sich von unseren weiteren Formaten überraschen!

Kreativer Austausch in großer Runde beim Workshop mit dem VDI Braunschweig

Exklusive Einblicke: So sieht die Laborversion aus

Darüber hinaus haben die Köpfe unseres Teams und unserer Partner in drei Workshops geraucht: Zunächst waren im September neun Vorstands- und Arbeitskreismitglieder des VDI Braunschweig an der Ostfalia zu Gast. Sie haben einen exklusiven Einblick in die Laborversion erhalten und nun eine klare Vorstellung vom aktuellen Stand und den Möglichkeiten der Plattform. Anschließend erarbeiteten die Teilnehmenden Ideen, wie sich die Arbeitskreise des Bezirksvereins auf ingenieurregion.de einbringen können. Ein ähnliches Format ist mit dem VDI Hannover geplant.
Im Oktober hat unser Projektteam einen Workshop zum Thema „Best Practices – Streaming, Video, Audio, Social Media“ durchgeführt – denn unsere junge Zielgruppe ist online sehr präsent. Die Schülerinnen, Schüler und Studierenden nutzen soziale Medien zur Identitätsfindung und -konstruktion, um persönliche Erfahrungen und Meinungen zu teilen, Kontakte auszubauen und zu pflegen, zur Unterhaltung sowie zur Informationsgewinnung. Im Workshop wurden Potenziale unterschiedlicher Social-Media-Kanäle für das Projekt untersucht und Vorstellungen des Projektteams von der zukünftigen Online-Präsenz besprochen. Eine Strategie erarbeiten wir derzeit.
Die erste Zwischenevaluation unseres Projekts haben wir im November durchgeführt. Unterstützt durch eine externe Expertin hat das gesamte Team den Projektfortschritt sowie unsere Zusammenarbeit reflektiert. Aktuell werten wir die Ergebnisse aus und leiten konkrete Schritte für die weitere Projektlaufzeit bis April 2021 ab.

Sie möchten mehr wissen? Auf unserer Projektwebseite, bis zum Go-live der Plattform unter www.ingenieurregion.de, finden Sie ausführlichere Berichte zu unseren Workshops und Aktivitäten.

Hier geht’s zu den vollständigen Ausgaben des iQ-Journals

Projektvorstellung bei der International Week in Setúbal (Portugal)

Eine Woche, Teilnehmer*innen aus elf Ländern und ein gemeinsames Ziel: Netzwerke ausbauen, Forschungsthemen austauschen und zusammen Ideen und Projekte entwickeln. Für die Ostfalia reiste Vizepräsident Gert Bikker mit einem Teil des Teams des Wissens- und Technologietransfers sowie Professorinnen aus drei Fakultäten der Ostfalia im November zur International Week an das Instituto Politécnico de Setúbal (IPS) in Portugal.

Teilnehmende der International Week in Setúbal

Das Projekt „ingenieurregion.de“ stellte Koordinatorin Angelina Capelle im Rahmen des offiziellen Programms vor. Bei den internationalen Hochschulvertreter*innen stieß das Konzept der interaktiven Plattform auf großes Interesse. So konnten während der International Week wichtige Erkenntnisse und Anregungen für den weiteren Projektverlauf gewonnen werden. Das Entrepreneurship Office beispielsweise lieferte praxisnahe Beispiele dafür, wie aus einem Forschungsprojekt eine Gründung entstehen kann.

Für die Ostfalia bei der International Week in Setúbal (von links): Kai Hillebrecht, Angelina Capelle, Theresa Springer (alle Wissens- und Technologietransfer), Sandra Verena Müller (Fakultät Soziale Arbeit), Gert Bikker (Vizepräsident & Fakultät Informatik), Brigitte Wotha (Fakultät Verkehr-Sport-Tourismus-Medien)

Neben der aktiven Vernetzung an sogenannten „Round Tables“ zu verschiedenen Forschungsthemen bot das Team der IPS Vorträge zum Thema Internationalisierung an Hochschulen an. Fallbeispiele luden dazu ein, über den eigenen nationalen Tellerrand zu blicken und Best Practices abzuleiten. Gemeinsame kulturelle Aktivitäten rundeten das Programm ab und trugen nicht nur dazu bei, geknüpfte Kontakte zu vertiefen, sondern auch Land und Leute kennenzulernen.

Round Tables: Vernetzung der Teilnehmenden und Ableitung von Best Practices

Workshop „Best Practices – Streaming, Video, Audio, Social Media”

Am Freitag, den 18. Oktober 2019 haben Vertreter*innen der drei Partner des Projekts „ingenieurregion.de“ (Ostfalia, VDI Braunschweig und Hannover) einen Workshop in der VirtuaLounge in Braunschweig durchgeführt. Das Thema lautete „Best Practices – Streaming, Video, Audio, Social Media“. Dabei wurden unter anderem Potenziale unterschiedlicher Social-Media-Kanäle für das Projekt untersucht und Vorstellungen des Projektteams von der zukünftigen Online-Präsenz besprochen. Im nächsten Schritt wird eine vorläufige Social-Media-Strategie festgelegt.

Vertreter*innen der Projektpartner tauschen sich aus (von links): Josef Thomas (VDI Braunschweig), Hans-Günther Seewald (VDI Hannover), Gert Bikker (Ostfalia), Kai Hillebrecht (Ostfalia) und Kathrin Weiß (Ostfalia)

Doch warum ist es eigentlich wichtig für das Projekt, auf Social-Media-Kanälen präsent zu sein und eine eigene Online-Plattform zu haben? Das übergeordnete Ziel von „ingenieurregion.de“ ist es, junge Menschen für Technik zu begeistern und ausgebildete Fachkräfte für die Region zu gewinnen. Diese Zielgruppen wiederum sind online sehr präsent. Sie nutzen Soziale Medien zur Identitätsfindung und -konstruktion, zum Teilen persönlicher Erfahrungen und Meinungen, zur Pflege und zum Ausbau ihrer Kontakte, zur Unterhaltung sowie zur Informationsgewinnung. Da die einzelnen Kanäle unterschiedlich genutzt werden, ist es wichtig, ihre jeweiligen Spezifika und Mechanismen zu kennen, zu verstehen und entsprechend für sich zu gebrauchen. Hier setzte der Workshop an.

Zusammenarbeit im Workshop (von links): Anna-Maria Ebermann (Ostfalia) und Josef Thomas (VDI Braunschweig)

Für die Zusammenstellung eines künftigen Online-Redaktionsteams und die Gestaltung der Online-Präsenz sind einige spannende Ideen zusammengekommen. Vorstellbar wäre es beispielsweise, Social Media Manager aus dem Projektumfeld mit unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven auf den Ingenieurberuf einzusetzen, wie Vertreter der VDI Bezirksvereine oder Lehrende und Studierende der Ostfalia. Auf der Plattform „ingenieurregion.de“ könnten Nutzerinnen und Nutzer somit zur Klärung ihrer Anliegen zum Beispiel zwischen Live-Chats mit Erfahrenen oder Peers entscheiden. Über die Plattform „ingenieurregion.de“ soll ihnen darüber hinaus Raum gegeben werden, sich untereinander zu vernetzen. Zur Beantwortung gesammelter oder häufig gestellter Fragen könnte eine Reihe kurzer Erklärvideos produziert werden. Auch für die Ankündigung relevanter Veranstaltungen in der Metropolregion sind Videoformate denkbar. Die Veranstaltungen selbst könnten online in einem geschützten Bereich oder für alle zugänglich gestreamt werden.

In den kommenden Wochen wird über das weitere Vorgehen entschieden. Es bleibt also spannend!

Voll im Ingenieursfieber – Das Redaktionsteam von ingenieurregion.de im Interview

Wir berichten im VDI-Magazin „iQ-Journal“: Unser Team hat kreativen Zuwachs bekommen. Kathrin Weiß und Yannick Waselkowski unterstützen uns beim Aufbau von ingenieurregion.de. Die interaktive Plattform entsteht im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts der VDI Bezirksvereine Hannover und Braunschweig sowie der Ostfalia Hochschule. Lernen Sie Kathrin und Yannick im Interview kennen und erfahren Sie, wie unsere Laborversion momentan aussieht!

Erklärt doch erst einmal eure Aufgabe im Projekt.

Yannick: Wir machen momentan alles für die Seite von Konzeption und Redaktion bis zu Front-End und Back-End – gemeinsam mit dir, Angelina, und in Abstimmung mit den Partnern des VDI.

Kathrin: Wir haben wirklich viele verschiedene Aufgaben. Aber das macht es gerade so spannend.

Wie hilft euch euer fachlicher Hintergrund bei der Projektarbeit?

Kathrin: Mein Studium ist sehr interdisziplinär – von Informatik über Elektrotechnik bis zu Kommunikations- und Medienwissenschaften. Das kann ich im Projekt sowohl technisch als auch inhaltlich anwenden: Ich kann Kommunikationskonzepte umsetzen, also wie man Nutzer bindet und ihre Aufmerksamkeit erregt, und auch Inhalte für die Plattform entwickeln.

Yannick: Das sieht bei mir ähnlich aus – ich habe vieles schon während meiner Ausbildung zum Medienkaufmann gelernt und auch mein Studium ist fächerübergreifend. Aus meinen zwei Semestern Informatik vorab habe ich viel technisches Know-how mitgenommen. Es macht wirklich viel Spaß, diese Wissensbereiche zusammenzubringen und die Plattform als Gesamtkonstrukt mitzugestalten.

Wie waren denn bisher eure Berührungspunkte mit dem VDI?

Kathrin: Für den Austausch im Projektteam nutzen wir sämtliche Kommunikationswege – Telefon, Mail oder auch persönlich. Das läuft alles sehr direkt und kollegial.

Yannick: Ja, ich finde, das kann man wirklich hervorheben. Nach gemeinsamen Terminen habe ich jedes Mal das Gefühl, dass wir richtig gut vorangekommen sind und die Themen konstruktiv und kreativ vorangetrieben haben.

Wie kann man sich die Laborversion der Plattform aktuell vorstellen? Was macht ihr da momentan?

Kathrin: Wir haben inzwischen ein solides Grundgerüst der Plattform erstellt; zum Design müssen wir uns noch final abstimmen. Ansonsten ist es jetzt unser erstes Ziel, die Seite mit Inhalten zu füllen.

Wer wird in euren Augen der klassische Nutzer von ingenieurregion.de sein?

Kathrin: Es gibt nicht den einen spezifischen Nutzer – wir wollen grundsätzlich alle potenziellen Studierenden ansprechen, die sich für einen Ingenieurberuf entscheiden könnten, aber auch Menschen, die schon in dem Bereich arbeiten. Diese können sich fächerübergreifend über aktuelle Themen informieren und austauschen.

Yannick: Ja, die Plattform ist für alle innerhalb der Metropolregion gedacht, die in irgendeiner Form behaftet sind mit dem Ingenieursfieber.

Interview: Angelina Capelle M.A., Projektkoordinatorin ingenieurregion.de, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

Hier geht’s zu den vollständigen Ausgaben des iQ-Journals

Sozial ist nicht egal – Gesellschaftsverantwortung macht Arbeitgeber attraktiv

„Die Befragung zeigt, dass deutlich mehr als die Hälfte der Studierenden auf einen Teil ihres Gehalts verzichten würde, wenn ihre CSR-Erwartungen durch den Arbeitgeber erfüllt würden.“

Ein halbes Jahr lang hat Vivian Bochem unser Projekt ingenieurregion.de als wissenschaftliche Hilfskraft unterstützt. Währenddessen hat sie ihre Masterarbeit im Studiengang „Strategisches Management“ an der Ostfalia Hochschule verfasst – und ist zu spannenden Ergebnissen gekommen, die auch für unsere entstehende Internetplattform wichtige Erkenntnisse gebracht haben. Die Masterarbeit befasste sich mit dem Thema „Die Bedeutung der Übernahme sozialer Verantwortung für die Arbeitgeberattraktivität von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) – eine Untersuchung der Präferenzen ingenieurwissenschaftlicher Studierender“. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses standen Studierende aus ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen in den Regionen der VDI-Bezirksvereine Braunschweig und Hannover. Es wurde die Relevanz konkreter unternehmerischer Maßnahmen von Corporate Social Responsibility (CSR) entlang der Nachhaltigkeitsdimensionen Ökonomie, Ökologie und Soziales abgefragt – innerhalb der sechs Bereiche Personalmanagement, Unternehmensumfeld, Umweltschutz am Arbeitsplatz, Globaler Umweltschutz, Nachhaltige Wirtschaftsweise und Nachhaltige Beziehungen. Auch die Werte und Ziele im Leben der angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure spielten eine Rolle.

Was die Studierenden erwarten

Im Allgemeinen kann aus den Befragungsergebnissen geschlossen werden, dass unternehmensintern ausgerichtete CSR-Maßnahmen im Vergleich zu unternehmensextern ausgerichteten als deutlich wichtiger erachtet werden. Außerdem erwarten die Studierenden insbesondere Aktionen aus den Bereichen Nachhaltige Wirtschaftsweise und Personalmanagement. Sehr relevante Maßnahmen für die Zielgruppe sind: der Einsatz integrer Führungskräfte, Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Arbeitsplatzsicherheit, finanzielle Stabilität des Unternehmens, fachliche Weiterbildungsmöglichkeiten, transparente Unternehmenskultur und Kommunikation sowie Maßnahmen für eine gute Work-Life-Balance. Dagegen schneiden Maßnahmen zum Umweltschutz lediglich im Mittelfeld ab und der Maßnahmenbereich Unternehmensumfeld, der beispielsweise die regionale Förderung von sozialen Projekten und Sponsoring beinhaltet, belegt den letzten Platz.

Für Familie, Freunde und Freiheit

Die Befragung zeigt, dass deutlich mehr als die Hälfte der Studierenden auf einen Teil ihres Gehalts verzichten würde, wenn ihre CSR-Erwartungen durch den Arbeitgeber erfüllt würden. Im CSR-Bereich Personalmanagement gaben 89 Prozent der Studierenden an, zu einem Gehaltsverzicht bereit zu sein, was die Relevanz der sozialen Maßnahmen für Arbeitnehmer untermauert. Die wichtigsten Werte im Leben der Studierenden sind Familie, Freundschaft und Freiheit, wobei insbesondere der Wert Familie auch eine Korrelation mit den Erwartungen an die Vereinbarkeit von Familie und Beruf aufweist. Daraus ergeben sich im Rahmen der Masterarbeit Handlungsempfehlungen für das Employer Branding von KMU. Bei Fragen zu den Ergebnissen können sich Interessierte gerne direkt an die Verfasserin wenden: v.bochem@ostfalia.de. Der aktuelle Stand des Projekts wurde von Josef Thomas, VDI Braunschweig, und Angelina Capelle, Ostfalia Hochschule, auf der diesjährigen Mitgliederversammlung präsentiert. Vielen Dank für den angeregten Austausch im Anschluss – wir freuen uns darauf, die Ideen gemeinsam in die Tat umzusetzen!

Denkwerkstatt mit jungen Köpfen

Um die Plattform „ingenieurregion.de“ zielgruppenorientiert aufzubauen, führten die Projektbeteiligten der Ostfalia und des VDI Braunschweig am Montag, den 10. Dezember 2018 eine Denkwerkstatt mit Schülerinnen und Schülern des Christian-von-Dohm-Gymnasiums (CvD) in Goslar durch. Eine elfte Klasse sammelte in dem 90-minütigen Workshop Ideen für die Plattform, welche sich momentan im Aufbau befindet. Aus dem Lehrerkollegium wurde die Denkwerkstatt von Holger Ritzke, Ralf Töpperwien und Melanie Piatkowski intensiv begleitet. Durch das Programm leitete Moderatorin Bianca Richter-Harm (sustainify). Die Beteiligten seitens des Projektes waren Projektkoordinatorin Angelina Capelle (Ostfalia) sowie Josef Thomas (VDI Braunschweig). Eingangs stellten beide das Projekt vor, indem sie über einen Livestream aus dem Nebenraum zu der Klasse sprachen. So demonstrierten sie eines der geplanten Formate für „ingenieurregion.de“. Dann war die Meinung der Schülerinnen und Schüler zu dem Vorhaben gefragt – sie konnten Erwartungen an die Plattform äußern und Feedback zum Livestream geben. Im Anschluss trugen die Schülerinnen und Schüler ihre Ideen in Kleingruppen zusammen. Zunächst sammelten sie Vorstellungen und Ideen zu der interaktiven Plattform und stellten damit die intuitiven Anforderungen dar, die diese junge Zielgruppe an eine Internetplattform hat. Insbesondere die mobile Verfügbarkeit und Möglichkeiten der Berufsorientierung spielten eine Rolle im anschließenden Dialog. In der zweiten Phase setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Entwicklung der Plattform auseinander. Sie notierten eigene Erfahrungen und Kompetenzen im Umgang mit Plattformen und Medien im Allgemeinen. Die Schülerinnen und Schüler setzten in den Denkwerkstätten ihre volle Kreativität ein, sodass sich am Ende ein angeregter Austausch zu den Ideen in der gesamten Klasse ergab. Sie gaben außerdem positives Feedback zu der Planung von „ingenieurregion.de“ und zeigten Interesse daran, weiterhin in den Entstehungsprozess der Plattform involviert zu werden. Nach einer abschließenden Feedback- und Fragerunde beendeten alle Beteiligten den Workshop mit dem Gefühl, etwas mitzunehmen und freuen sich nun auf eine spannende weitere Kooperation.