Eine weltidee

Aerodata

Mit Aerodata kann sich keiner messen

Wie finden Pilot*innen eigentlich die Landebahn? Wie landen sie ihr Flugzeug sicher und sanft – auch dann, wenn ihnen schwere und tiefhängende Wolken die Sicht versperren? Die Antwort lautet: Weil es die Aerodata AG gibt. Mit den Messsystemen des Braunschweiger Unternehmens verschaffen sich Luftfahrtbehörden auf der ganzen Welt die Gewissheit, dass die Instrumentenlandesysteme auf ihren Flughäfen und die Streckenfunkfeuer zuverlässig funktionieren.

Hans J. Stahl, Vorstandsvorsitzender der Aerodata AG.

Diese Streckenfunkfeuer und Instrumentenlandesysteme seien „die Leuchttürme der Luftfahrt“, erklärt Hans J. Stahl, Vorstandsvorsitzender von Aerodata. „Sie sorgen dafür, dass die Piloten auf der Bahn und nicht daneben landen.“ Um zu gewährleisten, dass die Anlagen ihren wichtigen Dienst tun, müssen sie regelmäßig gecheckt werden – und hier kommt Aerodata ins Spiel.

Um die Navigationshilfen zu vermessen, nehmen speziell ausgerüstete Flugzeuge wieder und wieder Kurs auf den Flughafen. Mit an Bord haben sie Messtechnik von Aerodata. So können sie Daten zur Präzision der Signale sammeln und die Anlagen kalibrieren. „Wir sind sozusagen die Tool-Lieferanten für den Navigations-TÜV“, sagt Hans J. Stahl.

Und das weltweit: Von den circa 150 Messsystemen, die rund um den Globus in Vermessungsflugzeugen im Einsatz sind, stammen etwa 100 aus der Produktion von Aerodata. Der Marktanteil ist beeindruckend hoch und liegt bei 70 Prozent. In seiner höchsten Ausbaustufe kostet das System rund sechs Millionen Euro. „Wir bauen die leistungsfähigsten Geräte“, erklärt Hans J. Stahl den Unternehmenserfolg. „Mit jedem neuen Kundenprojekt gelingt es uns, die Funktionalitäten weiterzuentwickeln.“

Neben den Flugvermessungs- zählen Überwachungssysteme zum Leistungsangebot des am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg beheimateten Unternehmens. Über Land und über Wasser bewachen flugzeuggestützte Sensoren Hoheitsgebiete und bieten bei Such- und Rettungsmissionen umfassende Lagebilder. Auch Wartung ist ein wichtiges Standbein: In drei Hangars stehen zig Flugzeuge, die Kunden aus der allgemeinen Luftfahrt, Geschäftsreisende oder Flugschulen Aerodata anvertraut haben.

Verantwortlich für den Erfolg sind zuallererst die Ingenieur*innen. Warum ihnen Aerodata ein tolles Betätigungsfeld biete? In den Augen von Hans J. Stahl kann sein Unternehmen zwei Trümpfe ausspielen. Der erste: „Es gibt nie Stillstand. In unseren Projekten zielen wir immer darauf ab, die Grenzen des Möglichen weiter zu verschieben. Wer gute Ideen hat, kann sich bei Aerodata richtig austoben.“ Der zweite: „Auch junge Mitarbeiter bekommen schnell die Verantwortung übertragen, mit ihren Lösungen unsere Systeme noch leistungsfähiger zu machen.“

Kurzum: „Aerodata bietet hungrigen Ingenieurinnen und Ingenieuren genügend Fleisch“, betont Hans J. Stahl. Von 120 Mitarbeiter*innen ist die Hälfte im Engineering tätig: in der System- und Softwareentwicklung sowie in der elektrischen und mechanischen Konstruktion. Aerodata verfügt über gute Kontakte zu Hochschulen. Wenn Studierende ihre Abschlussarbeit unter dem Unternehmensdach schreiben, erweist sich das als guter Türöffner für die Karriere. „Viele steigen direkt nach dem Studium bei uns ein.“

Auf die Ingenieur*innen warten neue Herausforderungen. Sie stecken mittendrin in der Entwicklung von besonders kleinen Messsystemen, die in Drohnen Platz finden sollen. Und dann gibt es noch die Mission, die dem Schutz unserer Umwelt dient. Optimare, 100-prozentige Tochter von Aerodata mit Sitz in Bremerhaven, entwickelt und fertigt Systeme zur flugzeuggestützten Meeresüberwachung. „Unsere Sensoren zur Detektion von Ölfilmen auf dem Wasser sind ziemlich einmalig“, sagt Hans J. Stahl.

Mit dem steigenden Umweltbewusstsein ändern sich die Anforderungen an das Unternehmen. In einem Forschungsprojekt zum Schutz der Ozeane sagt Aerodata dem Plastikmüll den Kampf an. Wie beim Öl lautet der Auftrag, große Mengen an Kunststoff aufzuspüren, damit das Wasser von den Abfällen befreit werden kann. „Keine Regierung kann es sich mehr leisten, die Gefahren durch die Gewässerverschmutzung zu ignorieren.“

Für Aerodata bedeutet die neue Aufgabenstellung, „dass wir künftig noch mehr Systeme und Sensoren entwickeln werden“, sagt Hans J. Stahl. Auch die konstruktionshungrigen Ingenieur*innen dürfen sich freuen – auf viele interessante Projekte, in denen sie die Grenzen des Machbaren weiter verschieben.

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Neben Flugvermessungs- und Überwachungssystemen zählt die Flugzeugwartung zum Portfolio von Aerodata.
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Aus der Vogelperspektive: Beheimatet ist Aerodata am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg.

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