Technologielabor an der KGS Hemmingen begeistert nicht nur den Bürgermeister

Freude bei allen Beteiligten über das neue Techniklabor

Technologielabor an der KGS Hemmingen begeistert nicht nur den Bürgermeister

Freude bei allen Beteiligten über das neue Techniklabor
Freude bei allen Beteiligten über das neue Techniklabor (v.l.): JeT-Koordinator Uwe Reinbeck, Johannes Felbermair von n-21, Schulleiter Gregor Ceylan. Untere Reihe von links: Die Schüler Jonas Janzen und Dominik Behrens und Bürgermeister Jan Dingeldey. Foto: Harald Langguth

Hemmingen. „Das ist wirklich Zukunft, was hier passiert. VW, Conti: Alle suchen Mitarbeitende, die Robotik können – und hier lernen es bereits Schülerinnen und Schüler in den Technik AGs von der 5. bis 11. Klasse.“ Jan Dingeldey ist Bürgermeister von Hemmingen in der Region Hannover und an diesem 13. Juni einfach nur begeistert. Denn an diesem Tag wurde an der Carl-Friedrich-Gauß-Schule in Hemmingen mit Unterstützung der Landesinitiative n-21 und Mitteln aus dem Masterplan Digitalisierung ein Technologielabor eröffnet. Kern dieser Labore sind Desktop-Roboter und industrienahe Leichtbauroboter, die in Anwendungsszenarien ihre ganze Stärke ausspielen. „Ziel ist es, die Jugendlichen mit moderner zukunftsweisender Ausstattung für MINT-Fächer zu begeistern und eine technische Berufsorientierung zu geben“, sagte bei der Einweihung Johannes Felbermair. Ihm obliegt bei n-21 die Projektleitung „Mensch-Roboter-Kollaboration-Robonatives“. 54 allgemeinbildende Schulen in Niedersachsen erhalten ein solches Technologielabor im Wert von rund 50.000 Euro. Zehn Prozent davon hat die Stadt Hemmingen gezahlt. Roboter gehören dazu, Förderbänder, Laptops zum Programmieren und iPads zum Steuern.

VDI/Jet will Kontakte zwischen Schulen und Unternehmen fördern

Im Vorfeld gab es eine Ausschreibung, die Dr. Uwe Groth, Vorsitzender des VDI Landesverbands Niedersachsen, maßgeblich unterstützt hatte. Groth ist Gründer des Projekt JeT – Jugend entdeckt Technik – das an der KGS Hemmingen seit über zehn Jahren junge Menschen mit einem JeT-Kompetenzzentrum an technische Themen heranführt. Der Zulauf zu diesen Fächern hatte sich seitdem um rund 50 Prozent erhöht. Rund 100 Schülerinnen und Schüler nutzen regelmäßig den JeT-Raum. In diesem Jahr gründete der VDI zudem das VDI/JeT-Powerteam Robotik mit der KGS Hemmingen und der IGS List in Hannover. Ideengeber Dr. Uwe Groth will Schulen in ganz Niedersachsen im Rahmen der Robotik zusammenführen. „Mit Hilfe des VDI entstehen so Kontakte zwischen Schulen und Unternehmen, um eine technische Berufsorientierung mitzugestalten“, bekräftigt Groth. „Wir wollen das Thema Robotik von der 5. bis zur 13. Klasse allen Interessenten an unserer Schule anbieten“, ergänzt Uwe Reinbeck, JeT-Koordinator an der KGS. Auch Gregor Ceylan, Schulleiter der Carl-Friedrich-Gauß-Schule, ist voll des Lobes über JeT: „Dank der 3D-Druck AG sind wir im Bereich JeT schon sehr weit. Mit der Robotik setzen wir jetzt noch mal einen drauf.“

Konrad Wohlfahrt (16) lässt seinen Roboter Spielzeug-Waschmaschinen transportieren.
Konrad Wohlfahrt (16) lässt seinen Roboter Spielzeug-Waschmaschinen transportieren. Foto: Harald Langguth

Ein Roboter transportiert

Spielzeug-Waschmaschinen
Konrad Wohlfahrt ist derweil mit etwas anderem beschäftigt. Eine knappe Stunde hat der 16-jährige aus der Klasse 11G3 benötigt, um an seinem Laptop einen Roboter zu programmieren, Spielzeug-Waschmaschinen transportfähig zu machen. Während die Erwachsenen reden, lässt er seinen Roboter arbeiten. Jonas Janzen (10) aus der 5G2 und sein Kumpel Dominik Behrens (11) aus derselben Klasse sind noch nicht ganz so weit. Sie tüfteln daran, einen Roboter dazu zu bewegen, Sattelschlepper mit Containern zusammenzustellen. Noch ist das Ganze nur ein Spiel.

Karrieretipps und Unternehmensgespräche

Karrieretipps und Unternehmensgespräche

Frischer Wind in der Ingenieurregion – unsere neuen Formate warten darauf, von euch entdeckt zu werden! Schaut euch doch mal um unter Ingenieur*in sein: https://ingenieurregion.de/projekte/

Die Zukunft der Ingenieurregion

Ostfalia übergibt an VDI Braunschweig und Hannover

Jüngst bekamen wir, das Projektteam von ingenieurregion.de, Post. In der Mail von Lars Ahrendt stand: „Voller Interesse habe ich mir als Ingenieur den mir noch nicht so geläufigen Begriff Ingenieurregion auf der entsprechenden Website angeschaut. Es freut mich, dass wir unsere Region mit diesem Begriff so in Verbindung bringen, dass für Interessierte Mehrwerte entstehen! Wahrscheinlich können wir in unserer Region viel mehr, als wir selber und andere es dieser Region zuordnen.“

Schön, dass wir mit Lars Ahrendt einen weiteren Mitstreiter gewonnen haben, der die Geschehnisse auf ingenieurregion.de aufmerksam verfolgt. Und der sich gut in unsere Ziele hineindenken kann, die lauten: in der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg junge Menschen für Technik zu begeistern, sie für ein ingenieurwissenschaftliches Studium zu gewinnen und die Young Engineers in der Region zu halten. Davon profitieren soll im Allgemeinen unser Beruf, indem Kinder und Jugendliche die Ingenieurinnen, Ingenieure und ihre Welt kennenlernen und Technik in ihr Herz schließen; und im Besonderen die Unternehmen, die gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigen, um ihre Aufgabe erfüllen und sich weiterentwickeln zu können.

Weiterentwicklung ist ein gutes Stichwort: Nach Ende der Förderung durch das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser betritt ingenieurregion.de die nächste Stufe. Für eine von den Projektpartnern angestrebte Verstetigung über das formale Projektende hinaus ist als perspektivisch aussichtsreiches Modell in der Prüfung, dass die VDI-Bezirksvereine aus Hannover und Braunschweig am 1. November den technischen Betrieb der Plattform von der Ostfalia nahtlos übernehmen. Der weitere Kurs sieht vor, ingenieurregion.de zum Branchenportal für (angehende) Ingenieurinnen und Ingenieure auszubauen. Hier sollen sich alle Zielgruppen rund um das Thema Studium und Arbeit wiederfinden: Schülerinnen und Schüler, Studierende, Young Engineers, Hochschulen und besonders innovationstreibende Unternehmen.

So sollen Schülerinnen und Schüler erfahren, dass viele Erfindungen direkt vor ihrer Haustür entwickelt werden und wie spannend der Ingenieurberuf ist; Studierende können sich informieren, an welcher regionalen Hochschule ingenieurwissenschaftliche Studienrichtungen angeboten werden und welche interessanten Arbeitgeber hier zu Hause sind; und die Unternehmen sollen sich sicher sein, dass ingenieurregion.de ein wichtiges Medium für sie ist – denn hier können sie Young Engineers zeigen, was sie so alles drauf haben.

Unzählige Protagonisten

Es wird wichtig sein, die Plattform mit ihren Inhalten in die Fläche zu tragen, sodass außer Zweifel steht: ingenieurregion.de spricht für die gesamte Metropolregion. Für Wissenschaft und Forschung bedeutet das: ingenieurregion.de vertritt alle Hochschulen von der Ostfalia über die TU Braunschweig und die Leibniz Universität bis zur Georg-August-Universität. Und für die Wirtschaft heißt das: Vom Automobilzulieferer in Wolfsburg über den Maschinen- und Anlagenbauer in Celle bis hin zum Ingenieurbüro in Hildesheim gibt es unzählige Protagonisten in der Ingenieurregion.

Unterstützt werden soll die Seite von Unternehmen, die dieselben Ziele haben wie die beiden Bezirksvereine: Fachkräfte für die Ingenieurregion zu begeistern. Gemeinsam zeigen wir, dass sie jungen Menschen attraktive Zukunftsperspektiven bietet – und dass es sich bei uns nicht nur gut arbeiten, sondern auch hervorragend leben lässt.


Stefan Boysen, für den VDI Braunschweiger Bezirksverein, und
Angelina Capelle M.A., Projektteam ingenieurregion.de, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

Neues VDI-Mentorenprogramm für Start up-Firmen

Neues VDI-Mentorenprogramm für Start up-Firmen

Hand drauf: VDI-Landesverbandsvorsitzender Prof. Dr. Uwe Groth gewinnt VDI-Kuratoriumsmitglied Christian Maxin (r.) von dp elektronik für das VDI Start up Engineering-Mentorenprogramm. Fotos (2): Harald Langguth

Eine wichtige Rolle im VDI Bezirksverein Hannover spielt das VDI Kuratorium. Das Gremium, dem neben nass magnet auch die Unternehmen Faurecia Autositze, Wahl + Co., micronex, DEKRA Hannover, Kählig Antriebstechnik, ibk Ingenieur Consult, Gustav Bertram und iGo3D angehören, tauscht sich regelmäßig unter Leitung des VDI-Landesverbandsvorsitzenden Prof. Dr. Uwe Groth über wichtige Zukunftsthemen für den Mittelstand aus. Dazu zählen die fortschreitende Digitalisierung und Lösungen für den Fachkräftemangel. Seit Oktober 2020 ist auch Christian Maxin dabei – Geschäftsführer des Spezialanbieters dp elektronik für systematische Zeiterfassung und digitale Schließsysteme aus Langenhagen.     

Prof. Dr. Uwe Groth  hat den exzellenten Ratgeber für Start-up Firmen in das Gremium berufen. Groth, der seit 2019 eine Professur für Entrepreneurship an der Leibniz Fachhochschule Hannover hat, benötigt diese Expertise für seine Studierenden. Einige von ihnen liebäugeln mit der Selbstständigkeit, müssen sich mit der Thematik aber auch sonst während ihres Studiums auseinandersetzen und auf dem Papier Firmen gründen. Maxin hat an der ehemaligen Leibniz-Akademie Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Marketing studiert: Dort, wo Uwe Groth heute lehrt.  „Wenn die Studierenden in der Vergangenheit Fragen hatten, habe ich ihnen immer die Telefonnummer von Christian Maxin gegeben. Nicht nur, dass er seit zehn Jahren Geschäftsführer ist – Herr Maxin kann sich auch bestens in die Lage der jungen Menschen hineinversetzen. Er gibt ihnen viele Tipps und kluge Ratschläge”, betont Groth. „Das Denken in Konventionen hat Ingenieur-Deutschland nach vorne gebracht. Der Nachteil daran: Wir perfektionieren zu viel”, hat Maxin erkannt. Er ist Anhänger der amerikanischen Philosophie „Make it work – then make it better”: erst starten – dann perfektionieren. Auch Groth denkt in diese Richtung: „Ich möchte meinen Studierenden Mut machen, Ideen zu entwickeln. Macht mal! Das haben wir doch verlernt.” Überhaupt sieht Groth ganz neue Entwicklungen im Zusammenspiel von arrivierten Firmen mit Start-ups: „Entweder die Großen engagieren sich dort finanziell – oder sie übernehmen die Leute, um den neuen Spirit für sich zu nutzen.” Den Geist und die frischen Ideen von Christian Maxin will Uwe Groth für das neue VDI Start up Engineering-Mentorenprogramm einsetzen, das in Kürze beginnt. Dort sollen auch Studierende des Fachs Maschinenbau als zukünftige Gründer*innen teilnehmen können. „Christian Maxin ist Experte, wenn es darum geht, Start up-Firmen auf ihre Marktfähigkeit zu beurteilen”, weiß Groth.             

Autor: Harald Langguth

Ausgezeichnet: Christian Maxin mit dem Stevie Award für besondere Unternehmensleistungen.

ingenieurregion.de veranstaltet intensives Brainstorming mit Abstand!

ingenieurregion.de veranstaltet intensives Brainstorming mit Abstand!

Das erste Online-Networking-Event des Jahres war ein voller Erfolg

Die Einschränkungen der Pandemie machen selbstverständlich auch vor dem Redaktionsteam der ingenieurregion.de nicht halt – Veranstaltungen fielen und fallen weiterhin aus, Interviews und Videodrehs lassen sich nicht umsetzen und somit ist bis auf Weiteres auch die Frage nach geeignetem Content in dieser Zeit schwierig zu beantworten.

Doch in dieser Hinsicht kann unser Team zum Glück auf tatkräftige Unterstützung aus dem Kreis der Gurus der ingenieurregion.de zurückgreifen! Am Mittwoch, den 20.01.2021, traf sich das Redaktionsteam im kleinen Kreis online mit einigen unserer ideenreichen Unterstützer*innen zum Netzwerken, gepflegten Brainstorming und zum Erstellen interessanter Konzepte, um auch in Zeiten, in denen man sich nicht persönlich begegnen kann, weiterhin spannende und authentische Inhalte bieten zu können. Dies ist auch etwas, was wir vorwegnehmen können – auch IHR werdet in den kommenden Monaten Gelegenheit bekommen, an ähnlichen Events teilzunehmen!

Schlussendlich legen uns die aktuellen Einschränkungen nicht nur Steine in den Weg, sie lassen auch durchaus kreative Lösungen zu – und so kann sich auch in Zukunft weiterhin auf authentischen Content, Möglichkeiten zum Netzwerken und frische Ideen gefreut werden! Denn dies wird auch weiterhin das erklärte Ziel unserer Plattform bleiben – euch, ob vor Ort oder digital, einen echten Einblick in das Ingenieursleben in unserer Region zu ermöglichen.

Haltet die Augen und Ohren offen, in der nächsten Zeit wird es wieder einiges zu Lesen, Hören und Teilen geben!

Blick zurück und nach vorn

Wie ingenieurregion.de in der Pandemie auf Kurs bleibt

Beim Dreh am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt: Yannick
Waselkowski und Angelina Capelle vom Projektteam ingenieurregion.de.

Das Jahr 2020 war bis jetzt ein sehr ereignisreiches, oftmals leider im negativen Sinne. Aber es gibt auch Positives zu berichten – allen Widrigkeiten zum Trotz ging die Website ingenieurregion.de Ende des ersten Quartals online. Seitdem wird sie vom dreiköpfigen Redaktionsteam an der Ostfalia Hochschule in Zusammenarbeit mit den VDI-Bezirksvereinen Braunschweig und Hannover mit Inhalten versorgt. Doch auch bei unserer digitalen Plattform zeigte sich schnell, dass die Auswirkungen der Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen ihren Tribut fordern. Veranstaltungen und kleinere Events wurden reihenweise abgesagt, Interviews ließen sich nicht mehr durchführen, Videodrehs und Fototermine fielen ebenso aus. Das stellte unser Team, nicht erst seit dem zweiten Lockdown, zunehmend vor Herausforderungen.

Unternehmen im Profil

Diesen stellten wir uns jedoch gerne – und konnten trotz aller Hürden weiterhin von spannenden Themen aus der Ingenieurswelt berichten. Wie etwa im Podcast mit Tobias Stelzer, einem Masteranden der Luft- und Raumfahrt, der innerhalb der ersten Welle, direkt nach Abschluss seines Studiums, freiwillig wieder in seinem Lehrberuf als Krankenpfleger aushalf. Für Unternehmen, die sich unserer Zielgruppe im idealen Umfeld präsentieren möchten, ging mit den ausgearbeiteten Unternehmensprofilen zudem ein neues Formatkonzept online, das die Projektseite weiter aufwertet. Auch Inhalte des VDI kamen selbstverständlich nicht zu kurz – so verwirklichten wir im Herbst, als die Gesamtsituation es zuließ, mit den Young Engineers (so der bald gültige Name der Studenten und Jungingenieure) des VDI Braunschweig einen Imagefilm, der Studierenden Lust machen soll auf ein Engagement und eine Mitgliedschaft beim VDI. Und der zeigen soll, wie viele wichtige Erfahrungen, hilfreiche Kenntnisse und schöne Erinnerungen man im Verein sammeln kann. Natürlich sind diese Beispiele nur ein Teil dessen, was in den vergangenen Monaten auf der Plattform und den SocialMedia-Kanälen von ingenieurregion.de passiert ist. Das Team arbeitet weiterhin an neuen Konzepten, die auch in Zeiten von Kontaktbeschränkungen, Abstandsregeln und Homeoffice einen spannenden Einblick in sämtliche Facetten des Ingenieurwesens in unserer Region ermöglichen.

Wie es nach dem Start auf Dauer weitergehen wird

Der nächste große Schritt ist daher auch das Ausarbeiten eines Konzepts für die Verstetigung unserer Plattform und der dazugehörigen Kanäle nach Ende der Förderung durch das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser. Das gesamte Projektteam arbeitet mit Hochdruck an der Beantwortung aller nötigen Fragen: Wie soll die Website ingenieurregion.de zukünftig weitergeführt werden? Wird es möglicherweise neue thematische Schwerpunkte geben? Welche Zielgruppe soll fokussiert werden? Das sind nur drei einer Vielzahl an Fragen, die in den nächsten Wochen und Monaten beantwortet werden sollen. Denn eines steht fest – das positive Feedback, welches wir stetig aus der Schülerschaft, von Studierenden und auch Absolventinnen und Absolventen erhalten, zeigt deutlich, wie groß der Bedarf an informativen, authentischen redaktionellen Inhalten und Netzwerkaktivitäten aus dem Ingenieurwesen ist.

Yannick Waselkowski B.A.,
Projektmitarbeiter ingenieurregion.de,
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

Das geht ins Ohr!

Neu auf ingenieurregion.de: Podcast, FAQ und Profile

Welche Fähigkeiten müssen Ingenieurinnen und Ingenieure mitbringen? Wie zeitaufwendig ist das Studium? Auf welche praktischen Erfahrungen sollte ich Wert legen? Diese Fragen und viele mehr beantworten die Studenten und Jungingenieure (SuJ) des VDI Braunschweiger Bezirksvereins auf ingenieurregion.de. Die FAQ (Frequently Asked Questions) sind Fragen, die sich die Studierenden häufig stellen, bevor sie sich für das Ingenieurwesen entscheiden. Die Antworten können sie heute auf Grundlage ihrer eigenen Erfahrungen geben. Spielt jemand in Ihrem Umfeld mit dem Gedanken, Ingenieur oder Ingenieurin zu werden? Dann sind die Tipps der SuJ bestimmt hilfreich. Wenn Fragen offenbleiben, vermitteln wir aus dem Redaktionsteam an (angehende) Ingenieurinnen und Ingenieure weiter. Zum Beispiel an unsere Gurus, die sich hier vorstellen. Melden Sie sich einfach über eines der auf der Website integrierten Kontaktformulare!

Stories aus der Branche

Das war nur das erste Beispiel der neuen redaktionellen Beiträge auf ingenieurregion.de. Kennen Sie schon unsere Podcast-Reihe „Ingwertee mit…“? In der neuesten Folge
trafen wir uns online mit Tobias Stelzer, Masterabsolvent der Luft- und Raumfahrttechnik – und ausgebildetem Krankenpfleger. Er erzählt, wie es ist, nach einer Ausbildung einen kompletten Themenwechsel zum Ingenieurwesen hinzulegen, welche Vorteile es bringen kann, vor dem Studium auch fachfremde Erfahrungen zu machen und wie es sich für ihn anfühlt, nach dem Studium wieder als Krankenpfleger in der Corona-Krise auszuhelfen. Hören Sie hier rein. Der Vorteil am Audio Format: Sie können unser Interview ganz entspannt nebenbei anhören – im Auto oder im Zug, im Park oder zu Hause.

Benefits, Balance & Co.

Fachkräfte für die Region sichern – das ist neben der Nachwuchsgewinnung das zweite Ziel, das wir mit unserer Plattform verfolgen. In den kommenden Monaten erscheinen in der Rubrik „Ingenieur*in sein“ neue Formate, die sich an Ingenieurinnen und Ingenieure richten, die bereits im Arbeitsleben oder kurz vor dem Berufseinstieg stehen. Unternehmen der Region stellen sich in Profilen mit den Benefits vor, die sie ihren Beschäftigten bieten – von Angeboten zur Förderung der Work-Life-Balance über den Betriebskindergarten bis zur Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz. Außerdem entsteht ein Bereich, in dem innovative technische Ideen vorgestellt und Partnerinnen und Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft gewonnen werden können. Sie wollen keine neuen Beiträge mehr verpassen? Folgen Sie uns auf unseren Social-Media-Kanälen Instagram, Facebook, Twitter und YouTube! Die Links finden Sie ganz unten auf ingenieurregion.de. Übrigens: ingenieurregion.de ist ein gemeinsames Projekt der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften und der VDI-Bezirksvereine Braunschweig und Hannover. Es wird gefördert vom Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser und unterstützt durch die Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen Wolfsburg sowie über 20 regionale Institutionen aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

Innovative Köpfe gesucht!

Kreativ, vernetzt, vielseitig – mit diesen drei Worten bringt Projektkoordinatorin Angelina Capelle die interaktive Plattform ingenieurregion.de auf den Punkt. Eine Plattform, die zeigen möchte, wie vielfältig das Ingenieurwesen in der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg ist. Von Wasserbau über Luftfahrt bis zum Maschinenbau – das Projekt hat eine konkrete Mission, und zwar junge Menschen für die Branche zu begeistern und Fachkräfte für die Region zu sichern. Die Plattform ist das Herzstück eines Kooperationsprojekts der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften und der Bezirksvereine des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) Braunschweig und Hannover. Es wird vom Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser gefördert und von über 20 regionalen Partner*innen aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik unterstützt.

„Neugierige Menschen aus unserer Region, die sich für Technik begeistern oder es lernen wollen“, so fasst Angelina Capelle die Zielgruppe des Projekts zusammen. Seit Juli 2018 arbeitet sie in einem interdisziplinären Team intensiv am technischen Aufbau der Plattform und der Entwicklung verschiedenster Formate. Gemeinsam ist das Team mit vielen Ideen gestartet, hat manche verworfen, umgestrickt und eine ganze Menge bereits umgesetzt. Eine der Ideen ist die Aufteilung der Plattform in Formate für die zwei zentralen Zielgruppen „Wir haben uns für zwei zielgruppenspezifische Einstiege in die Website entschieden: Ingenieurin werden und Ingenieurin sein. In der ersten Projektphase haben wir uns vor allem auf Studieninteressierte und Studierende konzentriert – schließlich wollen wir Nachwuchs gewinnen. Unsere zweite Mission ist die Fachkräftesicherung. Deshalb umfasst unsere Zielgruppe auch kleine und mittelständische Unternehmen, Institutionen wie Wirtschaftsförderungen oder regionale Zusammenschlüsse sowie berufstätige Ingenieurinnen.“ Die Idee des Netzwerks und des gemeinsamen Austauschs taucht auf ingenieurregion.de immer wieder auf. Nicht nur für das Projekt, sondern auch für die Arbeit von Ingenieurinnen im Allgemeinen kann es wichtig sein, sich zu vernetzen und über den Tellerrand hinauszuschauen. „Ich denke, dass beim vernetzten Arbeiten alle voneinander profitieren können“, so Capelle. „Man bleibt nicht nur im eigenen Fachgebiet und durch einen solchen Austausch kommen oft tolle Projektideen auf!“

So wird das Netz der Ingenieurregion täglich größer und die Plattform füllt sich mit neuen Themen rund um das Ingenieurwesen. Immer ist das Redaktionsteam auf der Suche nach neuen Gesichtern, Ideen und Formaten. Auch aus diesem Grund ist ihnen der interaktive Charakter der Plattform so wichtig. Für die Kontaktaufnahme und den Austausch stehen unterschiedliche Kanäle zur Verfügung: „Die Nutzerinnen und Nutzer können sich über integrierte Kontaktformulare auf unserer Website direkt an uns als Redaktionsteam wenden. Sowohl Fragen zum Projekt an sich als auch zu den Inhalten der Seite nehmen wir hier gerne entgegen“, sagt Capelle. Darüber hinaus ist das Team auch in sozialen Medien aktiv und verbreitet die Inhalte auf Instagram, Facebook, Twitter und YouTube. Eine Besonderheit sind die sogenannten Guru-Profile. Der Guru ist bei ingenieurregion.de eine Art Mentorin, der Interessierten eine Beratung anbietet. So stellen sich (angehende) Ingenieurinnen mit einem kurzen Steckbrief vor und laden ein, Kontakt mit ihnen aufzunehmen. „So können sich Interessierte ganz unkompliziert und auf Augenhöhe mit den Gurus austauschen, Fragen loswerden oder sich vernetzen“, erklärt Capelle die Idee hinter der Figur. Insbesondere Schülerinnen und Schüler können sich über die Profile zu möglichen Berufswegen informieren und mit ihnen ins Gespräch kommen. „Oft stellt sich die Frage, was eigentlich hinter den Berufsbildern steckt. Deshalb ist es uns wichtig, verschiedene Fachrichtungen zu zeigen und diese an konkreten Personen greifbarer zu machen.“

Um immer nah beim wissenschaftlichen Nachwuchs zu bleiben, ist das Team auch in Schulen der Region unterwegs. Dort begleitete ingenieurregion.de die jungen Köpfe beispielsweise bei der JeT-Challenge, in der Teams in einem Wettbewerb ein ferngesteuertes Auto entwickeln und so einen praktischen Einblick in zukunftsorientierte Technik bekommen. „Die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern ist für uns besonders wichtig, um die tatsächlichen Bedarfe der jungen Zielgruppe zu erfassen. Auf welchen Kanälen sind sie unterwegs? Was erwarten sie von einem Online-Angebot? Und welche Fragen verunsichern sie bei ihrer Studien- und Berufswahl?“ Der direkte Kontakt in den Schulen schaffe häufig Möglichkeiten, erste Unsicherheiten zu Berufen im MINT-Bereich zu nehmen. Und natürlich nimmt das Team auch zahlreiche Tipps aus den Workshops mit.

Den Wunsch nach einer bunten Plattform mit vielen mobilen Angeboten konnte ingenieurregion.de bereits in die Tat umsetzen und freut sich über die Ideen der Schülerinnen und Schüler: „Ihre Begeisterung und Experimentierfreude ist einfach ansteckend!“ Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Gert Bikker, Ostfalia-Vizepräsident für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer, meint: „Die aktuellen Bedingungen zeigen umso mehr, dass wir für Digitalisierung und Entwicklung innovative Köpfe brauchen. Junge Menschen müssen wir in ihren Formaten für Ingenieurberufe interessieren. Dem Team von ingenieurregion.de gelingt das in einem kreativen Mix aus Online-Formaten und virtueller Präsenz auf unterschiedlichen Kanälen.“

Neben Angeboten vor Ort und auf den Social-Media-Kanälen geht ingenieurregion.de auch ins Ohr. In ihrem Podcast lädt das Team regelmäßig verschiedene Gesichter auf einen Ing.wer-Tee ein. Dabei kommt die Plattform, teilweise in Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro der Ostfalia Hochschule, zu Projekten, Berufswegen und Erfahrungen rund ums Studium ins Gespräch. Angelina Capelle ist beim Podcast besonders das Gespräch mit Tobias Stelzer in Erinnerung geblieben: „Tobias hat einen eher ungewöhnlichen Lebenslauf: Vom Krankenpfleger zum Masterabsolventen in der Luft- und Raumfahrt und wieder zurück. Als aufgrund der Corona-Pandemie zusätzliche Pflegekräfte gesucht wurden, hat er sich freiwillig gemeldet und ist wieder im Schichtdienst eingestiegen. Ein faszinierender Perspektivwechsel!“ Diese und andere Einladungen auf einen Ing.wer-Tee sind auf der Plattform jederzeit aufrufbar und das Team ist ständig auf der Suche nach neuen Gesichtern. Und was wünscht sich das Team neben neuen Geschichten noch für die Zukunft? „Bei unseren neuen Formaten sprechen wir von ‚Piloten‘ und wir hoffen, dass viele von ihnen auch in Zukunft flugfähig bleiben“, sagt Capelle. „Unser Wunsch ist, dass ingenieurregion.de noch viele Jahre mit neuen spannenden Inhalten gefüllt wird, Menschen darüber miteinander in Kontakt kommen und die Vielfalt des Ingenieurberufs entdecken!“

Drei Fragen an… Angelina Capelle

Angelina Capelle (M.A.) ist Projektkoordinatorin, Social Media Managerin und Content Creator bei ingenieurregion.de. Im Redaktionsteam kreiert sie mit Kathrin Weiß (M.Sc.) und Yannick Waselkowski neue Inhalte und Formate für die Plattform. Sie hat drei Fragen zu ihrem Arbeitsalltag und ihren Erfahrungen beantwortet.

Was sind deine Aufgaben bei ingenieurregion.de?
Bei mir laufen alle Fäden des Projekts zusammen: Ich habe die Übersicht, was wir schon geschafft haben und was noch vor uns liegt. Außerdem arbeite ich auch redaktionell, das heißt, ich erarbeite Konzepte für neue Formate, schreibe und redigiere Texte oder mache auch mal Foto- und Videoaufnahmen. Die Entscheidung, welche neuen Inhalte es geben soll und wie es strategisch weitergeht, fälle ich aber keineswegs alleine: Unser Projektteam besteht aus Vertreter*innen unserer drei Projektpartner Ostfalia, VDI Braunschweig und VDI Hannover; Projektleiter ist unser Vizepräsident für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer Prof. Dr.-Ing. Gert Bikker. Die Redaktion von ingenieurregion.de sowie unseren Social-Media-Kanälen haben wir auf drei Schultern verteilt: Kathrin pflegt die Website, Yannick ist unser Kamera- und Schnittprofi und ich bin für die Kommunikation verantwortlich. Das Konzeptionieren, Texten und Posten teilen wir uns nach Bedarf auf.

Was macht aus deiner Sicht die Region so besonders?
Unsere Region ist sehr forschungsstark und das zeigt sich in all den Studiengängen und Arbeitsplätzen, die so unheimlich vielfältig sind. Außerdem gibt es eine Fülle an regionalen Initiativen, die dafür spricht, dass wir uns immer besser vernetzen und es viele Menschen gibt, die sich hier wohlfühlen. Nach meinem Studium in Berlin bin ich deshalb auch in meine Heimatstadt Braunschweig zurückgekehrt

Du arbeitest in einem sehr jungen Team und erarbeitest neue Projektideen. Wie kann man sich deinen Arbeitsalltag konkret vorstellen?
Kein Tag ist wie der andere! Ich bin ständig im Austausch mit Projektpartnerinnen und natürlich (angehenden) Ingenieurinnen, ob per Mail, telefonisch oder persönlich. Auch bei Veranstaltungen, Videodrehs oder Interviews bin ich des Öfteren anzutreffen. Unsere Zusammenarbeit im Redaktionsteam läuft sehr unkompliziert und macht viel Spaß, weil wir uns auch auf persönlicher Ebene gut verstehen. Neue Ideen entstehen bei uns oft spontan, aber auch beim gemeinsamen Brainstorming. Unsere Projektplanung läuft agil, das heißt, dass uns viele Möglichkeiten offenstehen und wir immer wieder neu entscheiden, in welche Richtung es weitergeht.

Das Projekt ingenieurregion.de ist beim Wissens- und Technologietransfer der Hochschule angesiedelt. Hier im Haus ist diese Einrichtung als WTT bekannt.
Aber was macht der WTT sonst noch?

Vieles: Der Wissens- und Technologietransfer der Ostfalia ist die erste Kontaktstelle bei der Suche nach Verbindungen in
die Hochschule, um beispielsweise auf das Wissen der Expertinnen zurückzugreifen oder fachliche Fragestellungen zu diskutieren.

Neben dieser Aufgabe umfasst der Service:

  • Unterstützung von Forschungskooperationen im Rahmen von Antragsund Auftragsforschung
  • Informationen zu den Forschungsschwerpunkten und -projekten an der Ostfalia
  • Kontaktvermittlung zu den Professorinnen im Haus
  • Beratung zu finanziellen Fördermöglichkeiten von Projekten in Kooperation mit Unternehmen, Verbänden, Institutionen und Forschungseinrichtungen – regional, national sowie international
  • Beratung zu Erfindungsmeldungen, Patenten und Schutzrechten
  • Organisation von Veranstaltungen zur Initiierung von Kooperationen und zum Austausch von Ideen und Wissen