„Wingfield ist ein herausragendes Beispiel für Innovation und Unternehmergeist“
Presseerklärung VDI Landesverband Niedersachsen
Hannover. Der VDI Niedersachsen lobt seinen erstmals vergebenen Zukunftspreis an Firmen aus, die neue Technologien entwickeln und so für andere als Vorbild dienen. 2025 ehrt der Landesverband das erfolgreiche Technologie- und Startup-Unternehmen Wingfield als herausragendes Beispiel für Innovation und Unternehmergeist im Ingenieurwesen.
„Wingfield hat es geschafft, agil auf die Herausforderungen der digitalen Welt zu reagieren. Mit einem klaren Fokus auf innovativen Lösungen mit KI-Technologien und innovativer Bildverarbeitungssoftware ist es den Ingenieuren des Unternehmens gelungen, Daten eines Tennis-, Padle- oder Pickleball-Matches zu tracken und auszuwerten. So sind für diese sogenannten Rückschlag-Spiele weltweit digitale Smart Courts entstanden“, betont Prof. Dr. Uwe Groth, Vorsitzender des VDI Landesverbands Niedersachsen, bei der Preisverleihung an Wingfield-Geschäftsführer Maik Burlage auf dem Gelände des Hannoverschen Tennis-Verein HTV. Dort hat Wingfield gerade den weltweit ersten Outdoor-Prototypen, umgeben von Glaswänden, für die neue Trendsportart Padle installiert. Padle – das ist eine Mischung aus Tennis und Squash.
Wingfield, 2018 als Sieger aus dem Startup-Impuls Wettbewerb von hannoverimpuls hervorgegangen, ist heute europäischer Marktführer für Tracking-Technologien im Tennis und agiert in mehr als 16 Ländern. Kunden sind unter anderem der Queens Club in London und die Rafa Nadal Akademie auf Mallorca. Zu den Investoren in das Unternehmen zählen unter anderem die Adidas-Erben.
„Wir ehren heute die Firma Wingfield, gegründet 2017, Markteinführung 2019, als ein herausragendes Beispiel für Innovation und Unternehmergeist im Ingenieurwesen. Die Zukunftsperspektive des Landes Niedersachsen spiegelt sich insbesondere in Unternehmen wie Wingfield wider, die neue Wege beschreiten und Technologien entwickeln, die unsere Industrie nachhaltig transformieren“, begründet der Vorsitzende des VDI-Landesverbandes die Preisvergabe.
Das Engagement des Technologieunternehmens für Qualität und Nachhaltigkeit belege, dass technische Exzellenz Hand in Hand mit gesellschaftlicher Verantwortung gehen könne. „Ihre Initiative, junge Talente zu fördern und praxisnahe Lösungen zu entwickeln, ist ein Vorbild für viele. Durch ihre Vision und ihren Einsatz inspirieren Sie nicht nur andere Unternehmer, sondern auch die nächste Generation von Ingenieuren“, lobt Groth
„Wir gratulieren Ihnen, Maik Burlage, herzlich zu Ihren bisherigen Erfolgen und sind gespannt auf die weiteren Meilensteine, die Sie erreichen werden. Ihr Beitrag ist entscheidend für die Zukunft des Ingenieurwesens in Niedersachsen – und darüber hinaus“, betont der Laudator. Technologischer Fortschritt und digitale Transformation erforderten eine kontinuierliche Anpassung menschlicher Fähigkeiten. In einer Welt, die sich rasant verändere, sei der Austausch von Wissen und Erfahrungen der entscheidende Faktor.
„Daher ist es umso wichtiger, dass wir nicht nur auf die Herausforderungen reagieren, sondern auch aktiv die Zukunft gemeinsam gestalten. Der VDI in Düsseldorf hat dazu das Programm „Zukunftsinitiative Deutschland 2050“ entwickelt. Wir in Niedersachsen labeln diese Initiative unter dem Slogan „Mit Technik die Zukunft rocken“, erklärt Groth. Die Idee dabei sei es, wichtige Akteure aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Bildung an einen Tisch zu bekommen, um gemeinsame Ideen für den Standort Niedersachsen zu entwickeln.
Dazu gab es am 25. September eine Auftaktveranstaltung im cavallo, die für 2026 weiterentwickelt und fortgesetzt werde. Für die Folgeveranstaltung habe bereits Ministerpräsident Olaf Lies zugesagt. „Wir ziehen da mit dem Ministerpräsidenten, der selbst Ingenieur ist, an einem Strang: Die Ideen, Innovationen und Perspektiven, die wir miteinander teilen, sind ein Beweis für das enorme Potenzial, das in der Ingenieurskunst steckt“, berichtet Groth weiter.
Die Digitalisierung des Amateur-Tennissports
Vor sieben Jahren gründeten Maik Burlage und sein Geschäftspartner Jaan Brunken Wingfield. Das Ziel: die Digitalisierung des Amateur-Tennissports. Gelingen soll das mit einem smarten Netzpfosten, in dem zwei Kameras integriert sind. Für Tennisspielerinnen und -spieler und Coaches ist das System denkbar einfach. Sie laden sich die Wingfield-App auf ihr Smartphone herunter, erstellen einen Account – und schon kann es losgehen. Noch schnell den Code auf dem Handy einscannen und dann kann man auf dem Platz loslegen.
In den deutschen Tennisclubs ist „Wingfield“ seitdem ein bekannter Name. Mehr als 450 Vereine haben den digitalen Netzpfosten bereits auf ihren Plätzen installiert und profitieren von den digitalen Analysen im Training oder sogar in Leistungsklasse-Matches.
Entscheiden sich die Spieler für den Trainingsmodus, bekommen sie im Anschluss Feedback zu der Geschwindigkeit und Genauigkeit ihrer Schläge. So können sie von Übung zu Übung ihre Entwicklung im Auge behalten. Gleiches gilt auch für Coaches.
Die Coaches können darüber hinaus Gruppentrainings einstellen, umso valide Werte zu den Fortschritten ihrer Schüler zu erhalten. Bereits seit Sommer 2021 arbeitet Wingfield mit dem Deutschen Tennis Bund (DTB) zusammen. Diese Kooperation ermöglicht es Tennisspielern, ihre Leistungsklasse-Matches mit der Wingfield-Box nur mit dem Gegner und ganz ohne Schiedsrichter zu spielen. Natürlich gilt es die Regeln einzuhalten, wie beispielsweise den vorgeschriebenen Spielball zu verwenden – oder das Mindestalter von 14 Jahren bei Spielerinnen und Spielern zu beachten.
Das Technologieunternehmen übernimmt dabei die Funktion eines Remote Turnierdirektor und Schiedsrichters. Wingfield kontrolliert und validiert damit die Fairness und Richtigkeit des Leistungsklasse-Matches. Im Nachgang wird dieser Vorgang an den DTB gemeldet, der anschließend die Richtigkeit des Spiels bestätigt. Zusätzlich zur Match-Funktion erhalten die Spieler nach ihrer Partie Analysen und Statistiken ihrer Schläge. Über eine dritte Kamera, die hinter dem Platz angebracht ist, haben sie auch Video-Einblicke in ihr Match. Wer möchte, kann sich das gesamte Match noch einmal in verschiedenen Formaten anschauen.
Und wie sieht die Zukunft von Wingfield aus? Zum einen funktionieren die KI-Sportkameras nach demselben Prinzip auch für die Sportarten Padel und Pickleball. Zum anderen heißt das Zauberwort der Zukunft „Streaming-Format“. Das bedeutet, Vereine können bald auch Matches im Clubhaus oder auf Plattformen wie YouTube streamen. Die Digitalisierung im Tennissport schreitet also weiter voran. KI ist dabei immer im Spiel.




