VDI lässt mit Technik die Zukunft rocken
Niedersachsen braucht Zukunft! Nachwuchskräfte mit anpassungsfähigen Skills sind notwendig, um im Norden innovativ und wettbewerbsfähig zu bleiben. Wie kann das gelingen – und welche neuen Ansätze gibt es dafür? Mit dieser Aufforderung zum Handeln luden der VDI Landesverband Niedersachsen und ihr Vorsitzender Prof. Dr. rer. pol. am 25. September Multiplikatoren unterschiedlicher Couleur in die Eventlocation cavallo ein.
Zur Veranstaltung kamen Jungunternehmer und Wirtschaftslenker, Hochschuldozenten, Schulleiter und Politiker. Vernetzung und Dialog standen dabei im Vordergrund. Prof. Groth machte allen Mut: „Wir haben so viele tolle Köpfe in Niedersachsen. Lasst uns das gemeinsam aktiv angehen.“
Niederlagen sind wertvoll
Voll des Lobes über die Veranstaltung war Adrian Willig, Direktor des VDI in Düsseldorf: „Was den Abend besonders gemacht hat, waren die Stimmen vom Podium und aus dem Saal. Der mehrfache IronMan-Weltmeister Christian Haupt brachte es für mich auf den Punkt: Niederlagen sind wertvoll. Sie können versteckte Siege sein, wenn Du sie analysierst und daraus die richtigen Lehren ziehst.“ Aus Sicht von Willig ein Appell an eine positive Fehlerkultur.
Ein starkes Beispiel für Zukunftsorientierung bot die Auszeichnung des hannoverschen Unternehmens Wingfield Sport mit dem ersten Zukunftspreis des VDI Niedersachsen als herausragendes Beispiel für Innovation und Unternehmergeist im Ingenieurwesen.
Tennisplätze als Smart Courts
„Mit seinem klaren Fokus auf Lösungen mit Hilfe von KI-Technologien und innovativer Bildverarbeitungssoftware ist es Wingfield gelungen, Daten eines Tennismatches zu tracken und auszuwerten. Tennisplätze werden so zu digitalen Smart Courts“, betonte der VDI-Landesvorsitzende Groth in seiner Laudatio. Mittlerweile habe es das 2017 gegründete und 2019 an den Markt gegangene Unternehmen bis zum europäischen Marktführer in über 16 Ländern für Tracking-Technologien im Tennis gebracht.
Zu den Kunden von Wingfield zählen beispielsweise der Queens Club in London und die Rafa Nadal Tennis-Akademie auf Mallorca. Groth überreichte Geschäftsführer Maik Burlage und seinem Team eine symbolische aus Spezialkunststoff produzierte ansteigende Welle, hergestellt von der Hochschule Hannover. Die Idee dazu hatte Matthias Otto von riera Elektrotechnik aus Altwarmbüchen.
„Nicht reden, einfach mal machen”
Bei der Podiumsdiskussion betonte die Jungunternehmerin Pia Rosenhagen, niemand solle sich von Bürokratie oder Fachkräftemangel abschrecken lassen: „Nicht reden, einfach mal machen.“ Plädoyers für die Bedeutung von Kooperationen und Netzwerken zwischen Bildungseinrichtungen und Unternehmen hielten Josef von Helden, Präsident der Hochschule Hannover, und Ulf Jürgensen, Schulleiter der Berufsbildenden Schulen in Burgdorf. Die Runde, zu der auch der Europa-abgeordnete und Vorsitzende des Handelsausschusses Bernd Lange zählte, sprach sich für tiefere Grundlagen in der Bildung, mehr Praxisnähe in der Hochschullehre, stärkeren unternehmerischen Mut und bessere Finanzierungsmöglichkeiten für Startups aus.
Bildung gehört zum Leben
Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, sie hatte Ende der 1990er Jahre an der Leibniz Universität in Hannover studiert, spitzte das Bildungsthema in ihrem Videostatement so zu: „Ich hoffe, dass wir eine Kultur entwickeln, in der klar ist, dass Bildung, aber eben auch Weiterbildung, ganz normal zum Leben gehört. Dann kann es eine Win-win-Situation für den Erfolg von Unternehmen und die eigene persönliche berufliche Entwicklung geben.“ Die Gewerkschaftsvorsitzende sprach sich dafür aus, mehr technische Inhalte in den Schulen zu lehren – bis hin zu einer Art polytechnischen Ausbildung.
Fazit von VDI-Direktor Adrian Willig zur Veranstaltung: „Der VDI ist die Plattform, die Menschen, Technik und Fakten zusammenbringt – und Orientierung bietet, wie wir Zukunft gemeinsam gestalten können.“
Es geht um Niedersachsens Zukunft
Und so bewerten die Organisatoren – Felix Cordova-Lehmann, steindesign, Sven Frederic Andreas, Hochschule Hannover, Christian Lehmann, Nexster, Mathias Otto, riera Elektrotechnik und Uwe Groth, VDI Niedersachsen, die Auftaktveranstaltung zur Zukunft Niedersachsens: „Erzählen Sie uns von Ihren Projekten und Menschen, die mit Technik die Zukunft rocken. Wie können wir Bildung sinnvoll gestalten? Wer könnte 2026 mit seiner Innovation ein Preisträger sein?
Melden Sie sich gerne via LinkedIn beim VDI Niedersachsen oder per Mail unter dem Stichwort „Zukunft Niedersachsen“. „Lassen Sie uns mit Technik die Zukunft rocken – mutig, vernetzt und voller Tatkraft“, ermutigt der VDI Landesvorsitzende Uwe Groth alle, die dabei mitmachen wollen.





