Thomas Rader begrünt den Harz mit Helfern
Mit der Initiative Heiermann4 Future setzt der Unternehmer und Tourismusförderer Thomas Rader im Harz ein starkes Zeichen für den Umwelt und Klimaschutz. Ziel des Projekts ist die Wiederaufforstung der durch Trockenheit, Borkenkäferbefall und Stürme stark geschädigten Wälder. Gemeinsam mit zahlreichen freiwilligen Helfern, Unternehmen wie VW sowie den zuständigen Forstbehörden, entstehen auf den geschädigten Flächen vor allem rund um Elend neue und klimaresistente Mischwälder. Rader gehört das Tourismusportal Harzspots, das sich ebenfalls für das Klimaprojekt einsetzt.
Heiermann4Future steht dabei für den Gedanken, dass bereits ein kleiner Beitrag Großes bewirken kann. Symbolisch steht der „Heiermann“ – die frühere Fünf-Mark-Münze – für einen Beitrag von fünf Euro, der direkt in die Pflanzung neuer Bäume investiert wird. Rader geht hier mit gutem Beispiel voran. Von jeder Übernachtung in einer seiner Lodges oder Chalets in Schierke zweigt er fünf Euro für das Benefizprojekt ab. 70.000 Euro hat er so bereits selbst investiert. 230.000 Euro sind an Fremdspenden in die Wiederaufforstung geflossen.
„Firmen machen aus der Baumpflanzaktion ein Teamevent nach dem Motto: Wer pflanzt die meisten Bäume“, berichtet Rader, der sich selbst als „Harzverliebt“ bezeichnet. 150.000 Setzlinge konnten so bereits auf 25 Hektar Waldfläche in die Erde gebracht werden. Die Pflanzhelfer kommen aus Hamburg, Hannover, Bremen und Leipzig. Am 18. April war auch Prof. Dr. Uwe Groth, Vorsitzender des VDI Niedersachsen, bei einer Wochenend-Aktion dabei. „Ich habe rund 200 Bäume gepflanzt“, sagt er. Ihm imponiert vor allem der Nachhaltigkeitsaspekt an der Wiederaufforstung.
„Die Anwachsquote liegt bei über 90 Prozent. Nachdem der Harz das Synonym für Waldsterben in Deutschland war, blickt er jetzt wieder in eine neue grüne Zukunft. Heute steht der Harz für modernen Waldumbau“, weiß der VDI-Landesvorsitzende.
Harz entwickelt sich zum Mischwald
„Jetzt hat der Harz wieder Sichtachsen. Bei gutem Wetter kann man von Schierke bis nach Quedlinburg schauen“, betont Thomas Rader. Der Wald präsentiere sich in einem ganz neuen Kleid und entwickele sich zu einem Mischwald. Im April werden Nadel-bäume gepflanzt, damit sie den Winter überleben und bereits anwachsen. Im Oktober folgen Laubbäume wie Roterle, Bergahorn, Rot- und Weißbuche sowie Flatterulme. „Zu einem Mischwald gehören auch Nadelbäume. Sie wachsen schneller und absorbieren länger Kohlendioxid als Laubbäume“, weiß der Experte. Ein kleines Klimaschutzprojekt: Denn das Kohlendioxid ist gebunden und bleibt es auch nach der Fällung in 60 oder 70 Jahren.
2020 sollte es bereits losgehen – dann kam Corona dazwischen. So dauerte es bis zum April 2023, bis die erste Pflanzaktion startete. Seitdem geht es Schlag auf Schlag. Ohne die eingespielte Zusammenarbeit mit den Landesforsten Oberharz/Elend wäre das alles nicht möglich.
„Die Landesforsten bohren rund 20.000 Löcher vor, lockern so den Boden auf und markieren farblich, wo und welche Baumart gepflanzt werden soll. Ich organisiere die Aktion von Anfang bis Ende und das Catering“, beschreibt Rader das Zusammenspiel bei einer Pflanzaktion.
Vor Ort gibt es dann zunächst eine Ansprache des Forstamtsleiters. Eberhard Reckleben erzählt, warum die Arbeit wichtig und sinnvoll ist. Forstmitarbeiter unterstützen ihn dabei ehrenamtlich und leiten jeweils fünf Zweier-Teams an beaufsichtigen die Anpflanzungen und helfen bei Fragen weiter. „Hemdsärmelig – aber professionell. Das macht den Spaß einer Pflanzaktion aus“, weiß Enthusiast Rader. Mindestens 1.500 Pflanzhelfer hat er mittlerweile in seiner Adressdatei schätzt Rader – darunter alleine 300 Mailadressen von VW.
Mitmach-Initiative Heiermann 4 Future
Neben der praktischen Wiederbewaldung vermittelt Heiermann4Future zugleich Wissen über Waldökologie, Nachhaltigkeit und den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Das Projekt stärkt das Bewusstsein für die Bedeutung des Harzes als einzigartigem Natur- und Erholungsraum.
Heiermann4Future versteht sich als Mitmach-Initiative. Jeder – ganz gleich ob Privatperson, Verein oder Unternehmen – kann durch Spenden oder die Teilnahme an Pflanzaktionen seinen Beitrag dazu leisten, den Harz wieder nachhaltig aufzuforsten und für die Zukunft zu bewahren.
„Der Harz soll wieder zu einem gesunden, vielfältigen und widerstandsfähigen Waldgebiet heranwachsen. Das ist meine Vision. Jeder Baum zählt – jeder Heiermann hilft“, unterstreicht Projektinitiator Thomas Rader.





