Einblick in die Ostfalia: Forschende Ingenieur*innen stellen Projekte vor

Am 3. September 2020 tagte der Stiftungsrat Zukunftsfonds Asse an der Ostfalia Hochschule in Wolfenbüttel. Vorab machten sich einige Mitglieder ein Bild von der Forschungskompetenz vor Ort. Unter Beachtung der geltenden Hygieneregeln demonstrierten Forschende fünf verschiedener Fachbereiche aktuelle Projekte. Die Beteiligten zeigten großes Interesse und knüpften Kontakte für potenzielle zukünftige Kooperationen.

Zunächst stellte Prof. Dr.-Ing. Gert Bikker, Vizepräsident für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer, die Ostfalia vor. Dann besuchten die Mitglieder des Stiftungsrates in Kleingruppen die im Hauptgebäude verteilten Stationen. Wie Inklusion durch Digitalisierung gefördert wird, zeigten Prof. Dr. Sandra-Verena Müller (Fakultät Soziale Arbeit) und Prof. Dr. Ina Schiering (Fakultät Informatik) anhand einer App, die im Rahmen des Projekts „SmarteInklusion“ entwickelt wurde. Einen Einblick in die digitale Welt des Maschinenbaus bot Prof. Dr. Andreas Ligocki (Fakultät Maschinenbau) und schlug in seinem Vortrag eine Brücke zwischen 3D-Druck, via 5G vernetzten Bäumen und Schulprojekten. Den Informationsroboter Pepper stellten Prof. Dr. Reinhard Gerndt und Lars Rüdiger Kelm (Fakultät Informatik) vor. Prof. Dr. Dagmar Meyer und Kai Mario Kriegel (Fakultät Elektrotechnik) führten assistive Technologien vor, mit denen die Selbstständigkeit von Menschen in der Pflege erhalten und deren Teilhabe gefördert werden kann. Wie in der Gesellschaft die Rahmenbedingungen für Innovationen geschaffen werden können, erläuterten Prof. Dr. Andreas Jain und Melanie Krause vom Zentrum für gesellschaftliche Innovation (ZEGI) anhand des Beispiels der Inklusion im Landkreis Wolfenbüttel.

Während der Führung konnten die Besucherinnen und Besucher ihre Fragen direkt adressieren. Deutlich wurde, dass die Forschung an der Ostfalia in vielen verschiedenen Bereichen angewandt wird und sich dadurch Möglichkeiten für neue Verknüpfungen und Projekte ergeben.

Anschließend fand die interne Sitzung des Stiftungsrates statt. Die Stiftung Zukunftsfonds Asse fördert die regionale Landesentwicklung im Landkreis Wolfenbüttel. Sie ist in den vier Handlungsfeldern „Zusammenhalt stärken, Wirtschaft und Arbeit fördern, Kulturlandschaft entwickeln, Umwelt schützen“ fördernd aktiv. Organisiert wurde der Besuch vom Wissens- und Technologietransfer. Weitere Informationen zur Forschung an der Ostfalia sowie Ansprechpersonen finden Sie hier.

Mit diesem Roboter wird im Projekt „Persönliche Assistenz für Patienten in der Pflege (PersonA-PP)“ geforscht.
Mit diesem Roboter wird im Projekt „Persönliche Assistenz für Patienten in der Pflege (PersonA-PP)“ geforscht.

Das Projekt „SmarteInklusion“ wird gefördert durch

Das Projekt „Persönliche Assistenz für Patienten in der Pflege (PersonA-PP)“ wird gefördert durch

Denkwerkstatt mit jungen Köpfen

Um die Plattform „ingenieurregion.de“ zielgruppenorientiert aufzubauen, führten die Projektbeteiligten der Ostfalia und des VDI Braunschweig am Montag, den 10. Dezember 2018 eine Denkwerkstatt mit Schülerinnen und Schülern des Christian-von-Dohm-Gymnasiums (CvD) in Goslar durch. Eine elfte Klasse sammelte in dem 90-minütigen Workshop Ideen für die Plattform, welche sich momentan im Aufbau befindet. Aus dem Lehrerkollegium wurde die Denkwerkstatt von Holger Ritzke, Ralf Töpperwien und Melanie Piatkowski intensiv begleitet. Durch das Programm leitete Moderatorin Bianca Richter-Harm (sustainify). Die Beteiligten seitens des Projektes waren Projektkoordinatorin Angelina Capelle (Ostfalia) sowie Josef Thomas (VDI Braunschweig). Eingangs stellten beide das Projekt vor, indem sie über einen Livestream aus dem Nebenraum zu der Klasse sprachen. So demonstrierten sie eines der geplanten Formate für „ingenieurregion.de“. Dann war die Meinung der Schülerinnen und Schüler zu dem Vorhaben gefragt – sie konnten Erwartungen an die Plattform äußern und Feedback zum Livestream geben. Im Anschluss trugen die Schülerinnen und Schüler ihre Ideen in Kleingruppen zusammen. Zunächst sammelten sie Vorstellungen und Ideen zu der interaktiven Plattform und stellten damit die intuitiven Anforderungen dar, die diese junge Zielgruppe an eine Internetplattform hat. Insbesondere die mobile Verfügbarkeit und Möglichkeiten der Berufsorientierung spielten eine Rolle im anschließenden Dialog. In der zweiten Phase setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Entwicklung der Plattform auseinander. Sie notierten eigene Erfahrungen und Kompetenzen im Umgang mit Plattformen und Medien im Allgemeinen. Die Schülerinnen und Schüler setzten in den Denkwerkstätten ihre volle Kreativität ein, sodass sich am Ende ein angeregter Austausch zu den Ideen in der gesamten Klasse ergab. Sie gaben außerdem positives Feedback zu der Planung von „ingenieurregion.de“ und zeigten Interesse daran, weiterhin in den Entstehungsprozess der Plattform involviert zu werden. Nach einer abschließenden Feedback- und Fragerunde beendeten alle Beteiligten den Workshop mit dem Gefühl, etwas mitzunehmen und freuen sich nun auf eine spannende weitere Kooperation.

Ideenschmiede auf der Burg: Technischer Aufbau startet in Kürze

Daumen hoch! Das ist das Fazit unseres Team-Gesprächs auf Burg Warberg am 19. Oktober. Zwischen den vor mehr als 800 Jahren am Elmrand erbauten Mauern haben wir Pläne für die Zukunft unserer interaktiven Plattform ingenieurregion.de geschmiedet. Ihr technischer Aufbau wird bald beginnen – zunächst als nichtöffentliche Laborversion. Dann können auch Pilotformate gestartet werden, auf die wir uns bei unserem Treffen geeinigt haben und die nun weiter konzeptioniert werden. Diese Anwendungsfälle tragen maßgeblich dazu bei, die funktionalen Spezifikationen unserer vom Land Niedersachsen geförderten Plattform zu präzisieren.
Außerdem hat unser Team ein neues Mitglied gewonnen: Vivian Bochem, Studentin des Masterstudienganges „Strategisches Management“ an der Ostfalia. Im Projekt unterstützt sie uns als wissenschaftliche Hilfskraft noch bis Ende Februar, beispielsweise bei der Einbindung unserer Projektunterstützer. Die mehr als 20 Einrichtungen aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik haben im ersten Schritt unsere Fragebögen zu Interessen und Ideen bezüglich ingenieurregion.de beantwortet. Dann haben wir Gespräche geführt, um die Themen zu vertiefen. Die abschließende Auswertung ist zum Jahresanfang 2019 geplant.

Austausch mit MINT

Auch die Vernetzung ist nicht zu kurz gekommen: Anfang September war ich beim „Netzwerkabend für Frauen in Informatik und Technik“ in der IHK Braunschweig zu Gast, um mich mit den im MINT-Bereich arbeitenden Teilnehmerinnen über unser Projekt auszutauschen. Diese regelmäßig stattfindende Veranstaltung wurde von der TU Braunschweig ins Leben gerufen. Außerdem diente die historische Burg Warberg nach unserem Team-Gespräch als Ort der Vernetzung zwischen verschiedenen Verbundprojekten der Ostfalia. Im Rahmen eines Workshops lernten sich die Beteiligten näher kennen und entwickelten gemeinsame Perspektiven.

Text: Angelina Capelle M.A., Projektkoordinatorin ingenieurregion.de, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

Hier geht’s zu den vollständigen Ausgaben des iQ-Journals

Wir sind gestartet! Vollzeitstelle koordiniert Projekt ingenieurregion.de

Den Förderbescheid für unser Projekt haben wir erhalten, der Kooperationsvertrag zwischen den drei Partnern Ostfalia, VDI Hannover und VDI Braunschweig ist fertig – und jetzt ist auch die Vollzeitstelle zur wissenschaftlichen Begleitung besetzt: Seit 1. Juli übernehme ich die Umsetzung und Koordination des Projekts ingenieurregion.de – Nachwuchsgewinnung und Fachkräftesicherung in der Metropolregion gemeinsam mit dem Team.
Das beinhaltet einen bunten Strauß an verschiedenen Aufgaben – beispielsweise unsere regelmäßigen Meetings zu organisieren, in denen wir die nächsten Schritte besprechen und zentrale Entscheidungen treffen. Und natürlich vor allem, diese Schritte in die Tat umzusetzen!

Während der dreijährigen Projektlaufzeit (April 2018 bis April 2021) bauen Ostfalia und die beiden Bezirksvereine die interaktive Plattform ingenieurregion.de für alle Akteure der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg auf. Wir entwickeln Formate zum transdisziplinären Austausch der Nutzer und setzen diese um – gemeinsam mit unseren Unterstützern aus verschiedensten Bereichen. So wollen wir für Technik begeistern, Menschen miteinander vernetzen, Nachwuchs gewinnen und Fachkräfte für die Region sichern.
In den letzten Ausgaben des iQ-Journals haben wir immer wieder über ingenieurregion.de berichtet. Nun werde ich regelmäßig diese neue Rubrik im Mitgliedermagazin des VDI Braunschweig mit Neuigkeiten füllen. Aktuelle Informationen und Mitteilungen gibt es ab sofort auch unter www.ostfalia.de/ingenieurregion.de.

Text: Angelina Capelle M.A., Projektkoordinatorin ingenieurregion.de, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

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Austausch mit Frauen im MINT-Bereich

Am 11. September stellte Projektkoordinatorin Angelina Capelle die Idee hinter „ingenieurregion.de“ beim „Netzwerkabend für Frauen in Informatik und Technik“ vor. Seit Anfang des Jahres treffen sich Frauen, die im MINT-Bereich in der Region Braunschweig/Wolfsburg arbeiten, vierteljährlich zum Austauschen und Netzwerken – denn der Frauenanteil in diesen Disziplinen ist noch immer gering. Ins Leben gerufen wurde die Veranstaltung von der Technischen Universität Braunschweig.

Gastgeber war dieses Mal der VDI Braunschweiger Bezirksverein e.V. im Haus der Industrie- und Handelskammer am Altstadtmarkt. Nach einem aktivierenden Warm-Up und Neuigkeiten aus dem Netzwerk stellte Angelina Capelle das Projekt vor, um danach direkt zur Diskussion mit den rund 15 Frauen überzuleiten. Interessiert stellten sie Fragen zu den geplanten Formaten und brachten eigene Anregungen und Ideen ein. Im Anschluss vernetzten sich die Teilnehmerinnen im Rahmen eines Speed-Datings, tauschten Erfahrungen und Kontakte aus.

Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) fördert Gemeinschaftsprojekt „ingenieurregion.de“

Ostfalia Hochschule, VDI Braunschweig und Hannover bauen interaktive Plattform auf

In großer Runde überreichten die Landesbeauftragten Heike Fliess (ArL Leine-Weser) und Matthias Wunderling-Weilbier (ArL Braunschweig) den Förderbescheid für das Projekt „ingenieurregion.de – Nachwuchsgewinnung und Fachkräftesicherung in der Metropolregion“. Es war der offizielle Startschuss für das Gemeinschaftsprojekt der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften – Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel und der VDI-Bezirksvereine Braunschweig und  Hannover (Verein Deutscher Ingenieure). Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und ein Budget von knapp 400.000 Euro, welches zur Hälfte aus Eigenanteilen der Partner besteht. Eine Vollzeitstelle sichert die wissenschaftliche Begleitung.

Übergeordnetes Ziel des Projekts ist es, junge Menschen für Technik zu begeistern sowie Fachkräfte für die Region zu gewinnen und langfristig zu binden. Vor allem zu den Ingenieurwissenschaften solle ein besserer Zugang geschaffen werden, erklärte Prof. Dr. Harald Bachem, Ostfalia Hochschule/Vorsitzender des VDI Braunschweig.

Die Plattform „ingenieurregion.de“ wird ihren Nutzern ermöglichen, online an Veranstaltungen der gesamten Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg teilzunehmen. Besonderer Vorteil: Die Nutzerinnen und Nutzer beteiligen sich interaktiv über elektronische sowie persönliche Kommunikation. „So können wir die Zielgruppen an unterschiedlichen Stellen abholen. Welche Formate sich dafür am besten eignen, werden wir zusammen mit den VDI Bezirksvereinen Braunschweig und Hannover sowie weiteren regionalen Partnern ermitteln und erproben“ , erläuterte Prof. Dr. Gert Bikker, Vizepräsident für Forschung, Entwicklung  und Technologietransfer der Ostfalia Hochschule. Abwechslungsreich sind auch die geplanten prototypischen Formate, die von Schülerwettbewerben über Vorlesungen an Hochschulen bis hin zu Industrieworkshops in Unternehmen reichen. Außerdem soll die Plattform inhaltlich und technisch mit bereits vorhandenen Netzwerken verbunden werden.

Dieses Konzept überzeugte nicht nur die Metropolregion, deren Aufsichtsrat dem ArL die Förderung empfohlen hat, sondern auch über 20 regionale Projektunterstützer aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Sie bekundeten ihre Bereitschaft zur Kooperation bereits schriftlich und stehen gemeinsam mit den Projektpartnern in den Startlöchern. Transdisziplinäre Vernetzung ist das Stichwort, das alle vereint. Diese Vernetzung treiben Ostfalia und VDI Braunschweig schon seit drei Jahren gemeinsam unter dem Label „Braunschweig/Wolfsburg – Die Ingenieurregion“ voran. Der VDI in Hannover ist ebenfalls seit langem im Bereich technischer Nachwuchsförderung an der Schnittstelle Schule, Hochschule und Wirtschaft aktiv. Die Strahlkraft solcher Aktivitäten in die Metropolregion hinein könne durch die Plattform deutlich erhöht werden, betonte Dr. Uwe Groth, stellvertretender Vorsitzender des VDI Hannover.

Mit „ingenieurregion.de“ beginnt nun ein neues Kapitel auf dem Weg in die digitale Zukunft der Metropolregion. Die Projektpartner bedanken sich für die wertvolle finanzielle als auch ideelle Unterstützung und freuen sich auf die Zusammenarbeit.

Bescheidübergabe an die Ostfalia Hochschule (von links): Kai Florysiak (Geschäftsführer Metropolregion GmbH), Heike Fliess (Landesbeauftragte, ArL Leine-Weser), Prof. Dr. Gert Bikker (Vizepräsident für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften), Prof. Dr. Harald Bachem (Ostfalia Hochschule und Vorsitzender VDI Braunschweig), Dr. Uwe Groth (VDI Hannover), Kai Hillebercht (Wissens- und Technologietransfer, Ostfalia Hochschule), Angelina Capelle (VDI Braunschweig/Ostfalia Hochschule), Matthias Wunderling-Weilbier (Landesbeauftragter, ArL Braunschweig), Dipl.-Ing. Josef Thomas (VDI Braunschweig).