Uwe Groth: „Ihr rockt mit dem Wasserstoffauto die Zukunft der Technikbranche“
Jedes Jahr vor den Sommerferien zeigen die Absolventen der Fachschule für Mobilität und Zukunftstechnologien in der BBS Burgdorf, was sie draufhaben. Sie präsentieren dann ihre Abschlussprojekte. In monatelanger Tüftelei konzipierten sie technisch anspruchsvolle Projekte und realisierten diese anschließend. „Das sind alles sichtbare Beispiele für Fachkompetenz und Ausdauer. Ihr verfügt über technisches Wissen, dass ihr praxisnah anwenden könnt“, lobte Schulleiter Ulf Jürgensen die Schüler. Diese hätten durch ihre Technikprojekte Innovationsfähigkeit und analytisches Denken bewiesen – sowie die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. „Sie haben Theorie und Praxis zu relevanten Lösungen verbunden“, sagte er weiter. Der Abschluss Bachelor Professional eröffne den Schulabgängern viele interessante Perspektiven in Industrie, Handwerk oder in der Selbstständigkeit, hob Jürgensen hervor.
Betreut wurden die Projektgruppen von einem Partnerunternehmen. Ein Vertreter davon ist Prof. Dr. Uwe Groth, Vorsitzender des Landesverbands Niedersachsen des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI). Die Schüler Stefan Wottke, Fabian Beisler, Jörn Hauke und Louis Jableka konstruierten ein Wasserstoffauto, für das der VDI Geld und Material zur Verfügung stellte. „Ihr werdet mit dem Wasserstoffauto die Zukunft der Technikbranche rocken“, sagte Uwe Groth bei der Präsentation der Ergebnisse. Das Schüler-Quartett sei die Zukunft der Technikbranche, ist sich Groth sicher. Bei der „Jet-Challenge“ – Jugend entdeckt Technik – auf der IdeenExpo hatte der Rennwagen seinen ersten Einsatz, fuhr aber außer Konkurrenz. Statt mit einem Elektromotor läuft das Auto mit einer echten Brennstoffzelle als Energiewandler, angetrieben durch Wasserstoff. Die Schüler präsentierten ihr Werk in Halle 9 am Stand der Hochschule Hannover, auf dem der VDI zu Gast sein durfte.
„Ihr habt die coolste Technologie auf der IdeenExpo – ihr rockt die Zukunft mit Technik“, freute sich Uwe Groth. Das Team habe ein Modellauto im Maßstab 1:10 konstruiert, das nicht mehr am klassischen Elektrokabel hänge, sondern mit einer echten Brennstoffzelle die Zukunft einatme. „Euer Projekt zeigt perfekt, wie moderne Kfz-Technik heute aussieht. Ihr habt digitale Hightech-Konstruktion, modernes Prototyping und handwerkliches Schraubergeschick miteinander verbunden. Ich bin stolz auf euch.“ Der Landesvorsitzende spendierte den vier Schülern eine halbjährliche kostenlose Mitgliedschaft beim VDI.
„Wir wollen die JeT-Challenge mit unserem Wasserstoffauto auf die nächste Technologiestufe heben“, sagt Stefan Wottke selbstbewusst. Ziel sei es, selbständig die geforderten 1000 Meter bei der JeT Challenge zu schaffen. Die dreirädrige Konstruktion des Fahrzeugs spart dabei Gewicht, verbessert die Windschnittigkeit des Gefährts und optimiert den Energieverbrauch. Teile für den Prototyp hatte die Gruppe digital konstruiert. Doch es gab auch Probleme. So fiel die Brennstoffzelle wegen Überlastung häufiger aus. Erst eine Änderung der elektrischen Anbindung habe zu einer Lösung geführt, erklärte Jörn Hauke vor den aufmerksamen Zuhörern in der Berufsbildenden Schule.





