Simulationssysteme von Simtec

Simulationssysteme von Simtec

Vorhang auf für die Simulationssysteme von Simtec

Schon im Fliegenden Theater zu Gast gewesen? Nein? Dann wird’s höchste Zeit zum Abheben. In immer mehr Freizeitparks sind diese Simulatoren absolute Besuchermagneten. Wenn sie sich vor einer riesigen Leinwand mit ihrem Publikum in Bewegung setzen, in alle Richtungen manövrieren und mit echten Elementen wie Wind oder Wasser die Fantasie und Wirklichkeit miteinander verschmelzen, schnellt jeder Puls in die Höhe. Mittendrin in dieser aufregenden Story: die Simtec Systems GmbH, die zu den erfolgreichsten Herstellern von Bewegungssimulationssystemen zählt.

Vielarmiges Bewegungstalent: Die leistungsstarke Hydraulik macht es möglich, das System in alle Richtungen zu manövrieren.

„Der allergrößte Teil unserer Kunden ist in China zu Hause“, sagt Philipp Hellwig, Leiter der Verwaltung und verantwortlich für den Recruiting-Prozess. Wenn es um neue Freizeitparks und genauso aufwendige wie auch außergewöhnliche Attraktionen geht, liegt das einwohnerreichste Land der Welt weit vorne – und die spektakulären Fliegenden Theater des Braunschweiger Unternehmens sind ein echter Blockbuster für alle Erlebnispark-Fans.

Der Simulator ist in der Lage, sich auf bis zu sechs Achsen vor der halbkugelförmigen Projektionsleinwand zu bewegen. So hat das Publikum den Eindruck, durch eine schöne Landschaft mit dem Flugzeug zu fliegen oder mit dem Auto durch einen gefährlichen Wirbelsturm zu fahren – je nach Film, der gerade zu sehen ist.

Tolle Spezialeffekte gibt’s inklusive. „Das Publikum steckt tief in der Geschichte drin: Es spürt den Fahrtwind, riecht die Tannen und bekommt Spritzer ins Gesicht, wenn es an einem Wasserfall vorbeifliegt“, beschreibt Philipp Hellwig die Immersion, also das vollständige Eintauchen in die Simulationswelt. „Die Besucher werden in die Sitze gedrückt, als wenn ein Auto oder Flugzeug beschleunigen würde. Das Gefühl ist einfach großartig.“

Worauf Simtec Wert legt: „Unsere Simulationssysteme bauen wir komplett selbst. Deswegen muss unser Team wirklich alles können.“ Von der Entwicklung über die Konstruktion bis zur Fertigung sowie vom Antriebssystem über die Sicherheitstechnik bis zur Software gibt es für die Mitarbeiter*innen jede Menge zu tun.

Und auch viel Anlass zur Freude: In der neuen Manufaktur, im Jahr 2018 auf dem Unternehmensgelände nahe des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg eröffnet, „kommen immer alle zusammen, wenn ein Gesamtsystem zur Auslieferung fertig ist – das ist ein toller Moment“, betont Philipp Hellwig.

Insgesamt 80 Mitarbeiter*innen arbeiten bei Simtec, fast die Hälfte sind Ingenieur*innen. Hinzukommt die Belegschaft des Tochterunternehmens, das in China beheimatet ist.

Neben dem Bau von Simulatoren für die Entertainmentbranche bewegt sich Simtec auf zwei weiteren Tätigkeitsfeldern. Da ist zum einen das Pilotentrainingszentrum für die Dornier 228, die Keimzelle des Unternehmens ist. Weil dieser Simulator so erfolgreich war, reifte schnell die Idee: Diese Technologie können wir nicht nur im kleinen Maßstab einsetzen, um gleichzeitig drei Pilot*innen zu schulen, sondern auch im ganz großen Stil zum Vergnügen vieler – der Rest ist bekannt.

Und zum zweiten hat Simtec Simulatoren für die Automobilindustrie zur Reife gebracht. Sie kommen zum Einsatz, um die Betriebsfestigkeit von Fahrzeugkomponenten zu prüfen. Wie viel Belastung halten Treibstofftanks, Sitzbänke & Co aus, ohne sich zu verformen oder die Funktionstüchtigkeit zu verlieren? Die Systeme simulieren eine Testumgebung und setzen die Bauteile realen Beanspruchungen aus – unter Einfluss von besonders hohen oder niedrigen Temperaturen und anhaltenden Bewegungen. „Mit diesen Produkten sind wir Marktführer bei industriellen Testanwendungen“, sagt Philipp Hellwig.

Dass man auch im Entertainmentbereich zu den Branchengrößen gehört, hat laut dem gebürtigen Schleswiger drei wesentliche Gründe: Simtec steht für Qualität, erfüllt hohe Sicherheitsanforderungen und hat die richtigen Einfälle, um für mehr Action in den Fliegenden Theatern und Nervenkitzel bei den Erlebnisparkgästen zu sorgen. „Häufig wünschen sich Kunden, dass ihre Attraktionen noch größer und besser werden. Simtec hat immer gute Ideen, ihnen diesen Wunsch zu erfüllen.“

Philipp Hellwig hat Maschinenbau mit der Vertiefungsrichtung Luft- und Raumfahrttechnik an der TU Braunschweig studiert. Aus Erfahrung weiß er, dass nach dem Studium viele Türen offenstehen; so viele sogar, dass die Auswahl schwerfällt. „Studiert zu haben, ist eine super Basis. Doch das eigentliche Lernen erfolgt erst danach – in den Unternehmen.“ Er empfiehlt Ingenieur*innen, durch die Tür zu gehen, „die am meisten Spaß verspricht“.

Ein weiterer Tipp: Bei Simtec hätten viele gute Mitarbeiter*innen den Einstieg ins Unternehmen durch Praktika und Abschlussarbeiten gefunden. „Wenn sich Studierenden diese Möglichkeiten bieten, sollten sie sie nutzen.“ Die Teams würden sich meist aus jüngeren Berufsstarter*innen und erfahrenen Kolleg*innen zusammensetzen, „die immer voneinander lernen und gemeinsam die Lösungen erarbeiten“.

Wer mit seinen Talenten und Fähigkeiten die Simulationssysteme auf das nächste Level heben und die Erfolgsgeschichte von Simtec mitschreiben möchte, ist im Team gern gesehen. Es warte eine große Aufgabenvielfalt, die ziemlich anspruchsvoll und fordernd sei, betont Philipp Hellwig. „Und dazu megaspannend.“

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Philipp Hellwig, Leiter der Verwaltung und verantwortlich für den Recruiting-Prozess beim Braunschweiger Unternehmen Simtec.
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Die Simulationssysteme von Simtec dienen auch als Testumgebung zur Erprobung von Fahrzeugkomponenten.

Sarah Feister, Bertrandt AG

Sarah Feister

Recruiting im Bertrandt-Konzern.

„Authentizität ist das A und O“

Wenn man im Vorstellungsgespräch auf dem falschen Fuß erwischt wird, dann kann es schon mal sein, dass es Bewerber*innen die Sprache verschlägt. Und die Personaler*innen? Sind davor auch nicht gefeit, verrät Sarah Feister aus dem Recruiting-Team des Bertrandt-Konzerns.

Was sie sprachlos gemacht hat, wie sich Absolvent*innen auf das Jobinterview vorbereiten können und welche wichtigen Aufgaben Ingenieur*innen bei Bertrandt erfüllen, erzählt Sarah Feister im Skill-Thrill-Talk.

Sarah Feister, Recruiting im Bertrandt-Konzern.
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In den Bereichen Digitalisierung und autonome Systeme, Vernetzung und Elektromobilität: Bertrandt ist Technologiepartner für Unternehmen aus Automotive, Luftfahrt und Maschinenbau. Weltweit hat der Konzern rund 50 Standorte, darunter Tappenbeck bei Wolfsburg.

Das hängt natürlich von der Stelle ab. Grundsätzlich sind folgende drei Eigenschaften vorteilhaft: Motivation, eine eigenständige Arbeitsweise und Überzeugungsfähigkeit.

Speziell achten wir auf Arbeitserfahrungen und Systemkenntnisse. Diese Punkte sind sowohl für eine Festanstellung als auch für ein Praktikum relevant. Der Bildungsabschluss ist für uns meist zweitrangig.

Der Lebenslauf und das Anschreiben sollten kurz und vor allem aussagekräftig sein. Für die ausgeschriebene Stelle benötigte Systemkenntnisse und Berufserfahrungen sollten im Lebenslauf hervorgehoben werden.

Eine gute Vorbereitung für das Interview bietet sich zudem an. Authentizität ist jedoch das A und O. Die Recruiter*innen durchschauen meist ohnehin, wenn etwas einstudiert ist. Es wäre ratsam, Lücken oder Unsicherheiten offen zuzugeben oder auch mögliche Aufregung während des Interviews anzusprechen.

Im Interview wird die Eignung unter anderem durch eine Abfrage der Systemkenntnisse geprüft. Besonders wichtig ist auch, dass uns der/die Bewerber*in im Interview die eigene Motivation darlegen kann und die Fähigkeiten aufzeigt, um die ausgeschriebene Stelle auszuführen zu können.

Eine aufrechte und offene Körperhaltung ist während des Interviews von Vorteil.

Ein Lebenslauf, der nicht aussagekräftig ist – zum Beispiel keine inhaltlichen Stichpunkte für eine frühere berufliche Tätigkeit enthält – ist nicht besonders vorteilhaft.

Unvorbereitet zu einem Interview zu erscheinen, kann Desinteresse vermitteln.

Pünktlichkeit ist, denke ich, selbstverständlich.

Unsere gängigsten Portale sind Indeed, Xing, Stepstone, Jobware und LinkedIn.

Da wir ein Entwicklungsdienstleister sind, arbeiten wir im Projektgeschäft. Wir unterstützen in der Entwicklung von neuen Fahrzeugen in diversen Bereichen – zum Beispiel Entwicklung in der E-Mobilität, an Prüfständen und Versuchsaufbauten, im Bereich Aftersales, Produktdatenmanagement oder auch in der Logistik oder Inbetriebnahme. Das heißt, wir haben sehr breitgefächerte Bedarfe und stellen nicht nur Ingenieur*innen ein.

Studierte Ingenieur*innen stellen wir zum Beispiel als Entwicklungsingenieure im Bereich E-Mobilität, Batteriezelle, Interaktive Elektronik oder Fahrerassistenzsysteme und Security-Funktionen ein. In diesen Bereichen stellen wir ein als Bauteilverantwortliche*, im Projektmanagement etwa als Projektverantwortliche* oder Projektkoordinator*innen oder im Qualitätsmanagement. Zudem auch für Prüfstände oder Versuchsaufbauten, zum Beispiel als Prüfstandkoordinator*innen oder Versuchs- oder Testingenieur*innen oder im Bereich Funktionsmodellierung und Systems Engineering.

Weil wir eine Vielzahl von verschiedenen Projekten bedienen und somit auch die Weiterentwicklungsmöglichkeit in andere Bereiche besteht. Wir pflegen eine offene Kultur – Du-Kultur – und bieten tolle Rahmenbedingungen und Benefits, wie eine Intensive Einarbeitung, unser Patenmodell, flexible Arbeitszeiten, eigenverantwortliches Arbeiten, eine firmeninterne Kantine, Trainingsangebote, Rabatte, Parkplätze und unser internes Gesundheitsmanagement.

Zur Entwicklung von automatisierten Fahrfunktionen verfügt Bertrandt über einen großen Wissens- und Erfahrungsschatz. Durch eine Vielzahl an Technologie- und Kundenprojekten in der Automobilbranche entwickelt der Konzern die Algorithmen für die Sensorik zur Umfelderkennung stetig weiter.

„Den kenn‘ ich – da kann ich Dir helfen“

„Den kenn‘ ich – da kann ich Dir helfen“

Software-Entwickler gehen manchmal seltsame Wege. Mit zwölf programmiert Jonas Habel sein erstes Spiel. Mit 14 schreibt er eine Sicherheitssoftware, um seine Geschwister auszuspionieren. Später studiert er im dualen Studium über VW Mechatronik an der Hochschule Hannover. Im Januar macht der heute 29-jährige seinen Master in IT-Security an der Ruhruniversität Bochum. Und im März gewinnt er mit seiner Firma Flexxter den dritten Preis beim Startup-Impuls Wettbewerb von hannoverimpuls. 11.000 Euro Preisgeld ist den Juroren die Software-Lösung für Bauingenieure und Projektbeteiligte wert – ein wichtiges Ziel abgehakt für Jonas Habel und seine Mitgründer Axel Mayer und Christian Gollasch. Jetzt, im August, ist Jonas der erste Teilnehmer beim Mentoring-Programm Startup VDI Engineers.

Feierlicher Moment – die Unterzeichnung der Mentoringvereinbarung (v.l.): Jonas Habel, Uwe Groth, Christian Maxin.

Sein Mentor heißt Christian Maxin (39), Mitglied im VDI Kuratorium Hannover und Geschäftsführer von dp elektronik, einem Systemanbieter für professionelle Zeiterfassungslösungen und elektronische Zugangsberechtigungen in Langenhagen. Er hat 2003 im väterlichen Betrieb angefangen – und praktisch alles erlebt: vom falschen Geschäftsmodell und wegbrechenden Kunden, hohen Schulden über den Turnaround bis zu Corona. Krise als Chance: „2020 war unser bestes Jahr in der Firmengeschichte“, freut sich Maxin. Denn die Digitalisierung der Wirtschaft und das Thema Homeoffice spielten ihm und seinen Produkten in die Hände.    

Die beiden Unternehmer an einen Tisch gebracht hat Prof. Dr. Uwe Groth (63), VDI-Landesverbandsvorsitzender Niedersachsen und Dozent für Entrepreneurship an der Leibniz Fachhochschule in Hannover: „Ich möchte Startup-Unternehmen beim Thema Innovationsförderung unterstützen und ihnen dabei helfen, sich besser zu vernetzen. Der Jonas ist ein Macher und kein Planer – deshalb passt er da gut rein. Mit Christian hat er genau den richtigen Partner und Berater – einen arrivierten Geschäftsmann mit viel Führungserfahrung.“ Das Mentoringprogramm ist ein neuer Baustein bei Startup VDI Engineers. Prof. Groth ist auch Guru auf ingenieurregion.de.

Mentoring lebt von Ehrlichkeit und gegenseitiger Wertschätzung. Der Mentee fragt nach Rat – der Mentor gibt Antworten, ohne sich dabei in den Mittelpunkt zu stellen. Er fordert und fördert. Welche Inhalte behandelt werden, handeln die Beteiligten unter sich aus. Meist geht es um Unternehmensführung und den richtigen Umgang mit den Ressourcen Zeit und Geld.   

75 Prozent aller Baustellen werden nicht rechtzeitig fertig, haben Jonas und seine Mitstreiter herausgefunden: „Natürlich spielt auch das Wetter eine Rolle. Meist liegt es aber an mangelnder Kommunikation.“ Zwischen Planung und Umsetzung hakt es. So setzt der Subunternehmer seine Leute falsch ein, weil er nicht weiß, dass der Architekt etwas an der Bauplanung geändert hat. Verzögerungen entstehen. Da kommt Flexxter ins Spiel. Die Bausoftware gewährt allen Projektbeteiligten Einsicht. Und das für kleines Geld – gerade mal 50 Euro im Monat. „Unser Ziel ist die Masse der Baufirmen“, kommentiert das Habel. Gerade hat er mit seinem Investor NBank Capital die zweite Finanzierungsrunde abgeschlossen. Die Zeichen stehen auf Wachstum.    

„Wir haben alle gute Ideen – nur setzen wir sie nicht um“, sagt Christian Maxin. Man spürt, dass ihm Jonas Habel imponiert und sympathisch ist. Wichtige Voraussetzungen für ein funktionierendes Mentoring. Lillian Turner de Tormes Eby von der Georgia Universität in Athens wollte es genau wissen. Die Wissenschaftlerin wertete die Daten von 173 dokumentierten Mentoren-Mentee-Fällen aus. Sie stellte drei Indikatoren für den Erfolg eines Duos fest: Gegenseitige Sympathie und Empathie. Übereinstimmungen bei Arbeitsweisen, Attitüden und Werten. Ganz wichtig: Ein Mentoringprogramm muss sich für beide Partner lohnen – persönlich wie beruflich.

„Ich versinke in Meetings – da müssen neue Workflows her. Jetzt sind wir acht Leute und stehen kurz vor der Expansion. Das hast Du ja schon hinter Dir. Wäre richtig cool, wenn wir uns da austauschen können“, freut sich Jonas Habel auf das nächste Treffen mit seinem Mentor Maxin. „Komm‘ gerne auf ein Bier oder Kaffee vorbei. Einen schönen Balkon haben wir auch“, lockt er sein Gegenüber in die Venture-Villa in der Walderseestraße. Aktuell sucht er Kontakt zum bundesweiten Premiumhandwerker-Netzwerk des Malerfachbetriebs Heyse. „Den kenn‘ ich – da kann ich Dir helfen“, antwortet ihm Maxin, der Jonas Geschichte spannend findet.   

Das Erfolgsrezept hinter einem guten Mentor-Mentee-Verhältnis ist die persönliche Beziehung unter Gleichgesinnten mit sichtbaren Ergebnissen, hat Lillian Turner de Tormes Eby herausgefunden. „Jonas und Christian sind da auf einem guten Weg“, prognostiziert Professor Groth. Er hat sich vorgenommen, den Mentee in das VDI-Kuratorium aufzunehmen. Dabei sind bislang gestandene Firmen wie der Ventilhersteller nass magnet und der Autozulieferer faurecia. „Wir wollen uns verjüngen“, sagt Groth. Auch der VDI Niedersachsen profitiert von seinem  Mentoringprogramm.

Unsere Gurus sind für alle da

Neben Uwe Groth zählt eine ganze Reihe guter Gesprächspartner*innen zu den Gurus von ingenieurregion.de, darunter Professor*innen, Ingenieur*innen mit Berufserfahrung, Young Engineers und Studierende. Sucht euch hier den richtigen Guru aus, stellt eure Fragen per Mail, Video oder persönlich – und berichtet uns, wie euch der Kontakt zu unserem Guru-Team weitergeholfen hat.

Aerodata

Aerodata

Mit Aerodata kann sich keiner messen

Wie finden Pilot*innen eigentlich die Landebahn? Wie landen sie ihr Flugzeug sicher und sanft – auch dann, wenn ihnen schwere und tiefhängende Wolken die Sicht versperren? Die Antwort lautet: Weil es die Aerodata AG gibt. Mit den Messsystemen des Braunschweiger Unternehmens verschaffen sich Luftfahrtbehörden auf der ganzen Welt die Gewissheit, dass die Instrumentenlandesysteme auf ihren Flughäfen und die Streckenfunkfeuer zuverlässig funktionieren.

Hans J. Stahl, Vorstandsvorsitzender der Aerodata AG.

Diese Streckenfunkfeuer und Instrumentenlandesysteme seien „die Leuchttürme der Luftfahrt“, erklärt Hans J. Stahl, Vorstandsvorsitzender von Aerodata. „Sie sorgen dafür, dass die Piloten auf der Bahn und nicht daneben landen.“ Um zu gewährleisten, dass die Anlagen ihren wichtigen Dienst tun, müssen sie regelmäßig gecheckt werden – und hier kommt Aerodata ins Spiel.

Um die Navigationshilfen zu vermessen, nehmen speziell ausgerüstete Flugzeuge wieder und wieder Kurs auf den Flughafen. Mit an Bord haben sie Messtechnik von Aerodata. So können sie Daten zur Präzision der Signale sammeln und die Anlagen kalibrieren. „Wir sind sozusagen die Tool-Lieferanten für den Navigations-TÜV“, sagt Hans J. Stahl.

Und das weltweit: Von den circa 150 Messsystemen, die rund um den Globus in Vermessungsflugzeugen im Einsatz sind, stammen etwa 100 aus der Produktion von Aerodata. Der Marktanteil ist beeindruckend hoch und liegt bei 70 Prozent. In seiner höchsten Ausbaustufe kostet das System rund sechs Millionen Euro. „Wir bauen die leistungsfähigsten Geräte“, erklärt Hans J. Stahl den Unternehmenserfolg. „Mit jedem neuen Kundenprojekt gelingt es uns, die Funktionalitäten weiterzuentwickeln.“

Neben den Flugvermessungs- zählen Überwachungssysteme zum Leistungsangebot des am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg beheimateten Unternehmens. Über Land und über Wasser bewachen flugzeuggestützte Sensoren Hoheitsgebiete und bieten bei Such- und Rettungsmissionen umfassende Lagebilder. Auch Wartung ist ein wichtiges Standbein: In drei Hangars stehen zig Flugzeuge, die Kunden aus der allgemeinen Luftfahrt, Geschäftsreisende oder Flugschulen Aerodata anvertraut haben.

Verantwortlich für den Erfolg sind zuallererst die Ingenieur*innen. Warum ihnen Aerodata ein tolles Betätigungsfeld biete? In den Augen von Hans J. Stahl kann sein Unternehmen zwei Trümpfe ausspielen. Der erste: „Es gibt nie Stillstand. In unseren Projekten zielen wir immer darauf ab, die Grenzen des Möglichen weiter zu verschieben. Wer gute Ideen hat, kann sich bei Aerodata richtig austoben.“ Der zweite: „Auch junge Mitarbeiter bekommen schnell die Verantwortung übertragen, mit ihren Lösungen unsere Systeme noch leistungsfähiger zu machen.“

Kurzum: „Aerodata bietet hungrigen Ingenieurinnen und Ingenieuren genügend Fleisch“, betont Hans J. Stahl. Von 120 Mitarbeiter*innen ist die Hälfte im Engineering tätig: in der System- und Softwareentwicklung sowie in der elektrischen und mechanischen Konstruktion. Aerodata verfügt über gute Kontakte zu Hochschulen. Wenn Studierende ihre Abschlussarbeit unter dem Unternehmensdach schreiben, erweist sich das als guter Türöffner für die Karriere. „Viele steigen direkt nach dem Studium bei uns ein.“

Auf die Ingenieur*innen warten neue Herausforderungen. Sie stecken mittendrin in der Entwicklung von besonders kleinen Messsystemen, die in Drohnen Platz finden sollen. Und dann gibt es noch die Mission, die dem Schutz unserer Umwelt dient. Optimare, 100-prozentige Tochter von Aerodata mit Sitz in Bremerhaven, entwickelt und fertigt Systeme zur flugzeuggestützten Meeresüberwachung. „Unsere Sensoren zur Detektion von Ölfilmen auf dem Wasser sind ziemlich einmalig“, sagt Hans J. Stahl.

Mit dem steigenden Umweltbewusstsein ändern sich die Anforderungen an das Unternehmen. In einem Forschungsprojekt zum Schutz der Ozeane sagt Aerodata dem Plastikmüll den Kampf an. Wie beim Öl lautet der Auftrag, große Mengen an Kunststoff aufzuspüren, damit das Wasser von den Abfällen befreit werden kann. „Keine Regierung kann es sich mehr leisten, die Gefahren durch die Gewässerverschmutzung zu ignorieren.“

Für Aerodata bedeutet die neue Aufgabenstellung, „dass wir künftig noch mehr Systeme und Sensoren entwickeln werden“, sagt Hans J. Stahl. Auch die konstruktionshungrigen Ingenieur*innen dürfen sich freuen – auf viele interessante Projekte, in denen sie die Grenzen des Machbaren weiter verschieben.

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Neben Flugvermessungs- und Überwachungssystemen zählt die Flugzeugwartung zum Portfolio von Aerodata.
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Aus der Vogelperspektive: Beheimatet ist Aerodata am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg.

Markus Rottwinkel, Salzgitter AG

Markus Rottwinkel

Abteilung Führungskräfte Salzgitter AG

„Nutzen Sie das Bewerbungsgespräch auch für sich als Informationsquelle“

Was im Vorstellungsgespräch die Personaler*innen nicht alles von einem wissen wollen. Doch warum den Spieß nicht einfach umdrehen? Markus Rottwinkel (Abteilung Führungskräfte Salzgitter AG) gibt den guten Tipp, im Jobinterview die Perspektive zu wechseln und selbst einmal nachzubohren. Was gute Fragen sind, verrät er in der neuen Folge unseres Skill-Thrill-Interviews.

Markus Rottwinkel, Abteilung Führungskräfte der Salzgitter AG.
Moderner Konzern mit Tradition: Die Salzgitter AG steht für die Produktion von Stahl und Technologieprodukten.
Moderner Konzern mit Tradition: Die Salzgitter AG steht für die Produktion von Stahl und Technologieprodukten.

„Wir sind zwar ein großer Konzern mit weltweit über 24.000 Mitarbeiter*innen, aber unsere einzelnen Gesellschaften sind dank kurzer Entscheidungswege schnell und pragmatisch, wenn es um die Umsetzung neuer Ideen geht. Kandidat*innen sollten daher neben einem soliden Fachwissen bereit sein, ihre Ideen dem Team vorzustellen und die beschlossenen Änderungen gemeinsam mit allen Kolleg*innen umzusetzen. Teamfähigkeit ist eine wichtige Eigenschaft, da unsere Projekte oft sehr umfangreich sind und von vielen Personen gleichzeitig und abteilungsübergreifend bearbeitet werden.“

„Bei Berufseinsteiger*innen schaue ich mir die letzten Noten an und suche im Lebenslauf nach Praktika, Auslandsaufenthalten oder anderen außerschulischen bzw. außeruniversitären Aktivitäten. So versuche ich, mir ein Bild von der Person und ihren Erfahrungen zu machen. Bei Bewerber*innen mit Berufserfahrung sind die letzten Tätigkeiten und Arbeitgeber interessant. Da werfe ich dann auch gern mal einen Blick in die Zeugnisse, um die Meinung der ehemaligen Arbeitgeber kennenzulernen. Hier bin ich mit Interpretationen aber auch vorsichtig, denn Zeugnisse geben hinter all den wohlmeinenden Floskeln höchstens einen kleinen Hinweis zum Charakter einer Person. Das ist aber durchaus etwas, was man dann im Gespräch vertieft nachfragen kann.“

„Nutzen Sie das Bewerbungsgespräch auch für sich als Informationsquelle. Machen Sie sich im Vorfeld klar, was für ein Umfeld Sie beruflich brauchen, um gut arbeiten und sich dabei wohlfühlen zu können. Das kann zum Beispiel der Umfang der eigenen Entscheidungsmöglichkeiten sein, die Bürosituation betreffen – Großraum/Einzelbüro – oder Themen rund um Gehalt und Benefits sein. Vielleicht ist es Ihnen wichtig, das neue Team im Vorfeld kennenzulernen, um ein Gefühl zu entwickeln, ob Sie mit den potenziellen Kolleg*innen zusammenarbeiten möchten. Sammeln Sie also Infos, die Sie zusätzlich zur Aufgabenbeschreibung für Ihre persönliche Entscheidung brauchen.“

„Kommen Sie pünktlich und informiert ins Gespräch. Bringen Sie idealerweise auch Antworten zu den Standardfragen mit, zum Beispiel nach der Bewerbungsmotivation oder Ihrem Gehaltswunsch. Ein Bewerber antwortete auf die Fragen, warum er denn zu uns kommen möchte: ´Ich habe gehört, die Kantine soll hier so toll sein`. Das mag zwar ehrlich sein, aber Begeisterung löst man damit bei den Recruitern nicht aus.“

„Unser Konzern bietet sowohl im Stahlbereich als auch beim Maschinen- und Anlagenbau eine unglaubliche Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten. Da gibt es Forschungsabteilungen, die neue Stahlsorten erfinden, es gibt Menschen in der Instandhaltung, die die neusten Ansätze der Predictive Maintenance umsetzen. Kundenberater stehen mit ihrem technischen Hintergrund für Fachgespräche und Qualitätssicherung zur Verfügung. Projektingenieur*innen planen Getränkeabfüllanlagen, die weltweit an die individuelle Produktionsumgebung der Kunden angepasst werden müssen, und sie begleiten den Aufbau vor Ort. In unserem Karriereblog karriere-blog.salzgitter-ag.com gibt es eine lange Reihe von Erfahrungsberichten, die die unterschiedlichsten Einsatzgebiete mit Beispielen und persönlichen Anekdoten verdeutlichen.“

„Unterm Strich: Wir bieten spannende und vielfältige Aufgaben, bei denen man sich einbringen und mitgestalten kann; Produkte, die innovativ und nachhaltig sind; eine Mannschaft, die mit einer Hands-on-Mentalität klasse zusammenarbeitet; ein Konzern, der Stabilität, Entwicklungsmöglichkeiten und eine Vielzahl von Benefits bietet. Natürlich lohnt sich ein Blick auf unsere Homepage www.salzgitter-ag.com und in unsere Social-Media-Kanäle, um sich selbst ein umfangreiches Bild von unserem Konzern als Arbeitgeber zu machen.“

Die Hauptverwaltung der Salzgitter AG. Im Konzern sind weltweit mehr als 24.000 Mitarbeiter*innen tätig.

Anja Gerson, IAV GmbH

Anja Gerson

Teamleiterin Recruiting bei der IAV GmbH.

„Das Wichtigste ist, die eigene Persönlichkeit zu zeigen und sich nicht zu verstellen“

Was ist der beste Weg zum Traumjob? Bücher über erfolgreiche Bewerbungsstrategien gibt’s zuhauf. Also schlägt ingenieurregion.de einen anderen Weg ein und lässt diejenigen Fragen zu Bewerbung, Vorstellungsgespräch & Co beantworten, die es wissen müssen: die Personaler*innen aus der Metropolregion. Heute im Skill-Thrill-Interview: Anja Gerson, Teamleiterin Recruiting bei der IAV GmbH.

Anja Gerson, Teamleiterin Recruiting bei der IAV GmbH.
Forschen, entwickeln und Technologien von morgen auf die Bahn bringen: Hydraulikprüfstand am IAV-Standort Gifhorn.
Forschen, entwickeln und Technologien von morgen auf die Bahn bringen: Hydraulikprüfstand am IAV-Standort Gifhorn.

Bei IAV arbeiten die Macher*innen der Mobilität von morgen. Mobilität nachhaltiger, intelligenter, sicherer und einfach besser zu machen, ist unser Anspruch. Dafür brauchen wir Kandidat*innen, die neben exzellenten fachlichen Skills hohe Handlungskompetenz und Eigenverantwortung mitbringen und Spaß daran haben, Dinge kreativ zu hinterfragen und zu verändern. Zudem ist Partnerschaftlichkeit einer unserer Werte. Das sollten Kandidat*innen als Teamplayer leben – nach innen und nach außen.

„Auf den Lebenslauf, weil ich mir dort einen ersten strukturierten Überblick über die Kandidaten*innen verschaffen kann. Wichtig ist für mich dabei, dass bei jeder beruflichen Station ganz kurz die wichtigsten Tätigkeiten aufgeführt sind.“

„Das Wichtigste ist, die eigene Persönlichkeit zu zeigen und sich nicht zu verstellen. Dazu gehört es unter anderem, sich und seine Fähigkeiten realistisch einzuschätzen. Auch Schwächen zu benennen, gehört dazu. 😉 Merken wir außerdem, dass die Kandidat*innen gut vorbereitet sind, spricht das ebenfalls für sie oder ihn.“

„Sich zu verstellen und unzutreffende Eigenschaften aufzuführen, sind ein No-Go. Das fällt früher oder später sowieso auf und nützt am Ende weder uns noch den Bewerber*innen.“

„Bisher noch nicht, aber was nicht ist, kann ja noch werden. ;-)“

„Welche Werte und Purpose-Themen sind für Sie ausschlaggebend, dass Sie jeden Tag aufs Neue gerne für IAV arbeiten? Eine tolle Frage, die das Interesse des Bewerbenden für unsere Unternehmenskultur zeigt. Der Cultural Fit spielt eine wichtige Rolle. Super, wenn dies auch die Kandidat*innen so sehen.“

„Gebündelte Informationen zu IAV als Arbeitgeber, Stellenangeboten, Benefits und Insights gibt es auf unserer Karriereseite www.iav.com/karriere. Auf unseren sozialen Kanälen wie Facebook, Instagram und LinkedIn geben wir Einblicke in die IAV-Arbeitswelt. Wir lassen Mitarbeiter*innen in Porträts zu Wort kommen, zeigen Themen, an denen wir arbeiten, und geben Einblick in unsere Kultur.“

„Gifhorn ist unser größter Standort mit über 3.500 Mitarbeiter*innen. Hier arbeiten wir an unglaublich vielen Themen der Forschung und Entwicklung an modernsten Prüfständen und in Laboren – von HiL-Fahrwerksysteme über Hard- und Softwareentwicklung, Fahrerassistenzsysteme, elektrische Antriebe bis künstliche Intelligenz. Alles lässt sich hier überhaupt nicht aufzählen. Daher schaut gern auf unserer Website vorbei und in unsere Stellenangebote, um euch ein genaues Bild zu machen.“

„Wir bei IAV wollen die Welt durch Technologie und Engineering zum Besseren bewegen. Bei uns arbeiten Ingenieur*innen an den Technologien von morgen – und zwar nicht nur für ein Unternehmen, sondern mit allen großen Namen der Automobil- und Forschungswelt. Das Spannende dabei: Oftmals sind unsere Projekte so neu und so innovativ, dass wir noch gar nicht darüber reden dürfen. Das gibt den Kolleg*innen einen tollen Blick hinter die Kulissen und die Gewissheit, an den wirklich bahnbrechenden Innovationen zu arbeiten. Wer bei uns einsteigt, kann sich auf ein freundschaftliches Miteinander freuen, auf viel kreativen Freiraum und individuell zugeschnittene Karriereoptionen.“

Forschen, entwickeln und Technologien von morgen auf die Bahn bringen: Hydraulikprüfstand am IAV-Standort Gifhorn.

Wo bitte geht’s zum Berufseinstieg?

Wo bitte geht’s zum Berufseinstieg?

Raus aus der Uni, rein ins Berufsleben: Je näher das Ende des Studiums rückt, desto mehr breitet sich bei Studierenden ein flaues Gefühl in der Magengegend aus. Wie sieht’s eigentlich mit meinen Jobchancen aus? Auf welchen Wegen knüpfe ich Kontakte zu guten Arbeitgebern? Und wie verhalte ich mich beim Gehaltspoker richtig? Gut, wenn man sich bereits während des Studiums mit diesen Fragen beschäftigt so wie Catherine Rau, Nerea Meinicke und Bernd-Christian Hölscher. Von Mario Schlömann haben die drei Antworten aus erster Hand bekommen – denn er ist ein Guru.

Guru? Was ist denn das? Mario Schlömann, der Maschinenbau studiert hat, viele Jahre seine Expertise zur funktionalen Sicherheit von Transport- und Automatisierungssystemen für die Schienenfahrzeugindustrie einbrachte und jetzt in der IHK Braunschweig die Bereiche Innovation, Umwelt und Energie verantwortet, ist nicht erleuchtet und kennt nicht den Weg zur Erlösung. Doch mit seinem Erfahrungsschatz hat er gute Tipps zum erfolgreichen Berufseinstieg parat – und ist für angehende Ingenieur*innen ein wertvoller Gesprächspartner zu Themen wie Uni, Job und Karriere.

„Der Berufsstart ist ein superspannendes Thema“, sagt Nerea, die auf die Zielgerade ihres Masterstudiums Luft- und Raumfahrttechnik eingebogen ist, wie Catherine und Bernd-Christian an der TU Braunschweig studiert und sich gemeinsam mit den beiden im VDI Braunschweig engagiert. „Auf diesem Gebiet Erfahrungen auszutauschen, hilft mir weiter.“ Gesagt, getan. Das Trio schloss sich mit Mario Schlömann kurz und verabredete sich zur einstündigen Videoschalte. Im Schnelldurchlauf blickt ingenieurregion.de auf Fragen, Antworten, Meinungen. Das sagt die Gesprächsrunde über …

Mario: „Die allermeisten finden ihren Arbeitsplatz, weil sie ein gutes Netzwerk wie den VDI haben. Und weil sie deswegen jemanden kennen, der sie auf ein Unternehmen aufmerksam macht oder sogar die Tür öffnet. Auch Abschlussarbeit oder Promotion in Zusammenarbeit mit Unternehmen sind typische Wege in den Ingenieurberuf.“

Mario: „Im Prinzip eine gute Möglichkeit, damit Absolventen und Unternehmen ins Gespräch kommen können.“

Catherine: „Ja, doch wäre es schön, wenn die Aussteller nicht so viele Personaler schicken würden, von denen man meist nur das erfährt, was genauso auf den Unternehmens-Webseiten zu lesen ist. Viel lieber würde ich mich mit Ingenieurinnen und Ingenieuren über deren Berufsalltag unterhalten.“

Catherine: „Auf der einen Seite hört man, dass es viele Jobs gibt und Ingenieure gesucht werden. Auf der anderen Seite heißt es, dass die Corona-Krise der Industrie einen Dämpfer verpasst hat. Als Berufseinsteiger lässt mich das nachdenklich werden.“

Nerea: „Ich glaube schon, dass man einen guten Job bekommt. Aber was mich stark beschäftigt: Wo wird es sein? Und wird es genau der Job sein, den ich gerade im Kopf habe?“

Mario: „Die Auswirkungen der Pandemie sind sicher abhängig von der Branche. Höhen und Tiefen hat es immer gegeben, deswegen sollte man keine Angst haben. Ingenieure werden immer gefragt sein.“

Mario: „Die Frage ist, was man möchte. Die großen Unternehmen zahlen womöglich etwas mehr, und die kleinen geben Berufseinsteigern vielleicht mehr Verantwortung und auch Möglichkeiten, über den Tellerrand zu schauen.“

Bernd-Christian: „Für mich ist die Unternehmensgröße nicht entscheidend. Wichtig ist mir, dass ich mit anderen am Arbeitsplatz diskutieren und mich austauschen kann. Genau das brauche ich, um mich persönlich weiterzuentwickeln und auch andere voranzubringen.“

Bernd-Christian: „Welche Fähigkeiten, die ich mir an der Hochschule angeeignet habe, helfen mir im Arbeitsleben wirklich weiter?“

Mario: „Wie bei einer Abschlussarbeit muss man immer wieder unter Beweis stellen, sich Dinge schnell aneignen zu können. Genauso ist eine ausgeprägte IT-Affinität unersetzlich. Ich bin auch der Überzeugung, dass das Campusleben ein riesiger Gewinn ist – natürlich für die eigene Persönlichkeit, aber auch für das Teamwork am Arbeitsplatz. Vorurteilsfrei auf andere zugehen zu können, hat einen großen Wert.“

Nerea: „Ich finde es großartig, dass wir an dieser Stelle ganz offen über Geld reden konnten. Häufig ist das ja ein Tabuthema, weil sich viele davor scheuen, über konkrete Zahlen zu sprechen.“

Unsere Gurus sind für alle da

Lust, es Catherine, Nerea und Bernd-Christian gleichzutun? Nur zu! Neben Mario Schlömann zählt eine ganze Reihe guter Gesprächspartner*innen zu den Gurus von ingenieurregion.de, darunter Professor*innen, Ingenieur*innen mit Berufserfahrung, Young Engineers und Studierende. Sucht euch hier den richtigen Guru aus, stellt eure Fragen per Mail, Video oder persönlich – und berichtet uns, wie euch der Kontakt zu unserem Guru-Team weitergeholfen hat.