Simulationssysteme von Simtec

Simulationssysteme von Simtec

Vorhang auf für die Simulationssysteme von Simtec

Schon im Fliegenden Theater zu Gast gewesen? Nein? Dann wird’s höchste Zeit zum Abheben. In immer mehr Freizeitparks sind diese Simulatoren absolute Besuchermagneten. Wenn sie sich vor einer riesigen Leinwand mit ihrem Publikum in Bewegung setzen, in alle Richtungen manövrieren und mit echten Elementen wie Wind oder Wasser die Fantasie und Wirklichkeit miteinander verschmelzen, schnellt jeder Puls in die Höhe. Mittendrin in dieser aufregenden Story: die Simtec Systems GmbH, die zu den erfolgreichsten Herstellern von Bewegungssimulationssystemen zählt.

Vielarmiges Bewegungstalent: Die leistungsstarke Hydraulik macht es möglich, das System in alle Richtungen zu manövrieren.

„Der allergrößte Teil unserer Kunden ist in China zu Hause“, sagt Philipp Hellwig, Leiter der Verwaltung und verantwortlich für den Recruiting-Prozess. Wenn es um neue Freizeitparks und genauso aufwendige wie auch außergewöhnliche Attraktionen geht, liegt das einwohnerreichste Land der Welt weit vorne – und die spektakulären Fliegenden Theater des Braunschweiger Unternehmens sind ein echter Blockbuster für alle Erlebnispark-Fans.

Der Simulator ist in der Lage, sich auf bis zu sechs Achsen vor der halbkugelförmigen Projektionsleinwand zu bewegen. So hat das Publikum den Eindruck, durch eine schöne Landschaft mit dem Flugzeug zu fliegen oder mit dem Auto durch einen gefährlichen Wirbelsturm zu fahren – je nach Film, der gerade zu sehen ist.

Tolle Spezialeffekte gibt’s inklusive. „Das Publikum steckt tief in der Geschichte drin: Es spürt den Fahrtwind, riecht die Tannen und bekommt Spritzer ins Gesicht, wenn es an einem Wasserfall vorbeifliegt“, beschreibt Philipp Hellwig die Immersion, also das vollständige Eintauchen in die Simulationswelt. „Die Besucher werden in die Sitze gedrückt, als wenn ein Auto oder Flugzeug beschleunigen würde. Das Gefühl ist einfach großartig.“

Worauf Simtec Wert legt: „Unsere Simulationssysteme bauen wir komplett selbst. Deswegen muss unser Team wirklich alles können.“ Von der Entwicklung über die Konstruktion bis zur Fertigung sowie vom Antriebssystem über die Sicherheitstechnik bis zur Software gibt es für die Mitarbeiter*innen jede Menge zu tun.

Und auch viel Anlass zur Freude: In der neuen Manufaktur, im Jahr 2018 auf dem Unternehmensgelände nahe des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg eröffnet, „kommen immer alle zusammen, wenn ein Gesamtsystem zur Auslieferung fertig ist – das ist ein toller Moment“, betont Philipp Hellwig.

Insgesamt 80 Mitarbeiter*innen arbeiten bei Simtec, fast die Hälfte sind Ingenieur*innen. Hinzukommt die Belegschaft des Tochterunternehmens, das in China beheimatet ist.

Neben dem Bau von Simulatoren für die Entertainmentbranche bewegt sich Simtec auf zwei weiteren Tätigkeitsfeldern. Da ist zum einen das Pilotentrainingszentrum für die Dornier 228, die Keimzelle des Unternehmens ist. Weil dieser Simulator so erfolgreich war, reifte schnell die Idee: Diese Technologie können wir nicht nur im kleinen Maßstab einsetzen, um gleichzeitig drei Pilot*innen zu schulen, sondern auch im ganz großen Stil zum Vergnügen vieler – der Rest ist bekannt.

Und zum zweiten hat Simtec Simulatoren für die Automobilindustrie zur Reife gebracht. Sie kommen zum Einsatz, um die Betriebsfestigkeit von Fahrzeugkomponenten zu prüfen. Wie viel Belastung halten Treibstofftanks, Sitzbänke & Co aus, ohne sich zu verformen oder die Funktionstüchtigkeit zu verlieren? Die Systeme simulieren eine Testumgebung und setzen die Bauteile realen Beanspruchungen aus – unter Einfluss von besonders hohen oder niedrigen Temperaturen und anhaltenden Bewegungen. „Mit diesen Produkten sind wir Marktführer bei industriellen Testanwendungen“, sagt Philipp Hellwig.

Dass man auch im Entertainmentbereich zu den Branchengrößen gehört, hat laut dem gebürtigen Schleswiger drei wesentliche Gründe: Simtec steht für Qualität, erfüllt hohe Sicherheitsanforderungen und hat die richtigen Einfälle, um für mehr Action in den Fliegenden Theatern und Nervenkitzel bei den Erlebnisparkgästen zu sorgen. „Häufig wünschen sich Kunden, dass ihre Attraktionen noch größer und besser werden. Simtec hat immer gute Ideen, ihnen diesen Wunsch zu erfüllen.“

Philipp Hellwig hat Maschinenbau mit der Vertiefungsrichtung Luft- und Raumfahrttechnik an der TU Braunschweig studiert. Aus Erfahrung weiß er, dass nach dem Studium viele Türen offenstehen; so viele sogar, dass die Auswahl schwerfällt. „Studiert zu haben, ist eine super Basis. Doch das eigentliche Lernen erfolgt erst danach – in den Unternehmen.“ Er empfiehlt Ingenieur*innen, durch die Tür zu gehen, „die am meisten Spaß verspricht“.

Ein weiterer Tipp: Bei Simtec hätten viele gute Mitarbeiter*innen den Einstieg ins Unternehmen durch Praktika und Abschlussarbeiten gefunden. „Wenn sich Studierenden diese Möglichkeiten bieten, sollten sie sie nutzen.“ Die Teams würden sich meist aus jüngeren Berufsstarter*innen und erfahrenen Kolleg*innen zusammensetzen, „die immer voneinander lernen und gemeinsam die Lösungen erarbeiten“.

Wer mit seinen Talenten und Fähigkeiten die Simulationssysteme auf das nächste Level heben und die Erfolgsgeschichte von Simtec mitschreiben möchte, ist im Team gern gesehen. Es warte eine große Aufgabenvielfalt, die ziemlich anspruchsvoll und fordernd sei, betont Philipp Hellwig. „Und dazu megaspannend.“

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Philipp Hellwig, Leiter der Verwaltung und verantwortlich für den Recruiting-Prozess beim Braunschweiger Unternehmen Simtec.
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Die Simulationssysteme von Simtec dienen auch als Testumgebung zur Erprobung von Fahrzeugkomponenten.

Karrieretipps und Unternehmensgespräche

Karrieretipps und Unternehmensgespräche

Frischer Wind in der Ingenieurregion – unsere neuen Formate warten darauf, von euch entdeckt zu werden! Schaut euch doch mal um unter Ingenieur*in sein: https://ingenieurregion.de/projekte/

Aerodata

Aerodata

Mit Aerodata kann sich keiner messen

Wie finden Pilot*innen eigentlich die Landebahn? Wie landen sie ihr Flugzeug sicher und sanft – auch dann, wenn ihnen schwere und tiefhängende Wolken die Sicht versperren? Die Antwort lautet: Weil es die Aerodata AG gibt. Mit den Messsystemen des Braunschweiger Unternehmens verschaffen sich Luftfahrtbehörden auf der ganzen Welt die Gewissheit, dass die Instrumentenlandesysteme auf ihren Flughäfen und die Streckenfunkfeuer zuverlässig funktionieren.

Hans J. Stahl, Vorstandsvorsitzender der Aerodata AG.

Diese Streckenfunkfeuer und Instrumentenlandesysteme seien „die Leuchttürme der Luftfahrt“, erklärt Hans J. Stahl, Vorstandsvorsitzender von Aerodata. „Sie sorgen dafür, dass die Piloten auf der Bahn und nicht daneben landen.“ Um zu gewährleisten, dass die Anlagen ihren wichtigen Dienst tun, müssen sie regelmäßig gecheckt werden – und hier kommt Aerodata ins Spiel.

Um die Navigationshilfen zu vermessen, nehmen speziell ausgerüstete Flugzeuge wieder und wieder Kurs auf den Flughafen. Mit an Bord haben sie Messtechnik von Aerodata. So können sie Daten zur Präzision der Signale sammeln und die Anlagen kalibrieren. „Wir sind sozusagen die Tool-Lieferanten für den Navigations-TÜV“, sagt Hans J. Stahl.

Und das weltweit: Von den circa 150 Messsystemen, die rund um den Globus in Vermessungsflugzeugen im Einsatz sind, stammen etwa 100 aus der Produktion von Aerodata. Der Marktanteil ist beeindruckend hoch und liegt bei 70 Prozent. In seiner höchsten Ausbaustufe kostet das System rund sechs Millionen Euro. „Wir bauen die leistungsfähigsten Geräte“, erklärt Hans J. Stahl den Unternehmenserfolg. „Mit jedem neuen Kundenprojekt gelingt es uns, die Funktionalitäten weiterzuentwickeln.“

Neben den Flugvermessungs- zählen Überwachungssysteme zum Leistungsangebot des am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg beheimateten Unternehmens. Über Land und über Wasser bewachen flugzeuggestützte Sensoren Hoheitsgebiete und bieten bei Such- und Rettungsmissionen umfassende Lagebilder. Auch Wartung ist ein wichtiges Standbein: In drei Hangars stehen zig Flugzeuge, die Kunden aus der allgemeinen Luftfahrt, Geschäftsreisende oder Flugschulen Aerodata anvertraut haben.

Verantwortlich für den Erfolg sind zuallererst die Ingenieur*innen. Warum ihnen Aerodata ein tolles Betätigungsfeld biete? In den Augen von Hans J. Stahl kann sein Unternehmen zwei Trümpfe ausspielen. Der erste: „Es gibt nie Stillstand. In unseren Projekten zielen wir immer darauf ab, die Grenzen des Möglichen weiter zu verschieben. Wer gute Ideen hat, kann sich bei Aerodata richtig austoben.“ Der zweite: „Auch junge Mitarbeiter bekommen schnell die Verantwortung übertragen, mit ihren Lösungen unsere Systeme noch leistungsfähiger zu machen.“

Kurzum: „Aerodata bietet hungrigen Ingenieurinnen und Ingenieuren genügend Fleisch“, betont Hans J. Stahl. Von 120 Mitarbeiter*innen ist die Hälfte im Engineering tätig: in der System- und Softwareentwicklung sowie in der elektrischen und mechanischen Konstruktion. Aerodata verfügt über gute Kontakte zu Hochschulen. Wenn Studierende ihre Abschlussarbeit unter dem Unternehmensdach schreiben, erweist sich das als guter Türöffner für die Karriere. „Viele steigen direkt nach dem Studium bei uns ein.“

Auf die Ingenieur*innen warten neue Herausforderungen. Sie stecken mittendrin in der Entwicklung von besonders kleinen Messsystemen, die in Drohnen Platz finden sollen. Und dann gibt es noch die Mission, die dem Schutz unserer Umwelt dient. Optimare, 100-prozentige Tochter von Aerodata mit Sitz in Bremerhaven, entwickelt und fertigt Systeme zur flugzeuggestützten Meeresüberwachung. „Unsere Sensoren zur Detektion von Ölfilmen auf dem Wasser sind ziemlich einmalig“, sagt Hans J. Stahl.

Mit dem steigenden Umweltbewusstsein ändern sich die Anforderungen an das Unternehmen. In einem Forschungsprojekt zum Schutz der Ozeane sagt Aerodata dem Plastikmüll den Kampf an. Wie beim Öl lautet der Auftrag, große Mengen an Kunststoff aufzuspüren, damit das Wasser von den Abfällen befreit werden kann. „Keine Regierung kann es sich mehr leisten, die Gefahren durch die Gewässerverschmutzung zu ignorieren.“

Für Aerodata bedeutet die neue Aufgabenstellung, „dass wir künftig noch mehr Systeme und Sensoren entwickeln werden“, sagt Hans J. Stahl. Auch die konstruktionshungrigen Ingenieur*innen dürfen sich freuen – auf viele interessante Projekte, in denen sie die Grenzen des Machbaren weiter verschieben.

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Neben Flugvermessungs- und Überwachungssystemen zählt die Flugzeugwartung zum Portfolio von Aerodata.
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Aus der Vogelperspektive: Beheimatet ist Aerodata am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg.

Markus Rottwinkel, Salzgitter AG

Markus Rottwinkel

Abteilung Führungskräfte Salzgitter AG

„Nutzen Sie das Bewerbungsgespräch auch für sich als Informationsquelle“

Was im Vorstellungsgespräch die Personaler*innen nicht alles von einem wissen wollen. Doch warum den Spieß nicht einfach umdrehen? Markus Rottwinkel (Abteilung Führungskräfte Salzgitter AG) gibt den guten Tipp, im Jobinterview die Perspektive zu wechseln und selbst einmal nachzubohren. Was gute Fragen sind, verrät er in der neuen Folge unseres Skill-Thrill-Interviews.

Markus Rottwinkel, Abteilung Führungskräfte der Salzgitter AG.
Moderner Konzern mit Tradition: Die Salzgitter AG steht für die Produktion von Stahl und Technologieprodukten.
Moderner Konzern mit Tradition: Die Salzgitter AG steht für die Produktion von Stahl und Technologieprodukten.

„Wir sind zwar ein großer Konzern mit weltweit über 24.000 Mitarbeiter*innen, aber unsere einzelnen Gesellschaften sind dank kurzer Entscheidungswege schnell und pragmatisch, wenn es um die Umsetzung neuer Ideen geht. Kandidat*innen sollten daher neben einem soliden Fachwissen bereit sein, ihre Ideen dem Team vorzustellen und die beschlossenen Änderungen gemeinsam mit allen Kolleg*innen umzusetzen. Teamfähigkeit ist eine wichtige Eigenschaft, da unsere Projekte oft sehr umfangreich sind und von vielen Personen gleichzeitig und abteilungsübergreifend bearbeitet werden.“

„Bei Berufseinsteiger*innen schaue ich mir die letzten Noten an und suche im Lebenslauf nach Praktika, Auslandsaufenthalten oder anderen außerschulischen bzw. außeruniversitären Aktivitäten. So versuche ich, mir ein Bild von der Person und ihren Erfahrungen zu machen. Bei Bewerber*innen mit Berufserfahrung sind die letzten Tätigkeiten und Arbeitgeber interessant. Da werfe ich dann auch gern mal einen Blick in die Zeugnisse, um die Meinung der ehemaligen Arbeitgeber kennenzulernen. Hier bin ich mit Interpretationen aber auch vorsichtig, denn Zeugnisse geben hinter all den wohlmeinenden Floskeln höchstens einen kleinen Hinweis zum Charakter einer Person. Das ist aber durchaus etwas, was man dann im Gespräch vertieft nachfragen kann.“

„Nutzen Sie das Bewerbungsgespräch auch für sich als Informationsquelle. Machen Sie sich im Vorfeld klar, was für ein Umfeld Sie beruflich brauchen, um gut arbeiten und sich dabei wohlfühlen zu können. Das kann zum Beispiel der Umfang der eigenen Entscheidungsmöglichkeiten sein, die Bürosituation betreffen – Großraum/Einzelbüro – oder Themen rund um Gehalt und Benefits sein. Vielleicht ist es Ihnen wichtig, das neue Team im Vorfeld kennenzulernen, um ein Gefühl zu entwickeln, ob Sie mit den potenziellen Kolleg*innen zusammenarbeiten möchten. Sammeln Sie also Infos, die Sie zusätzlich zur Aufgabenbeschreibung für Ihre persönliche Entscheidung brauchen.“

„Kommen Sie pünktlich und informiert ins Gespräch. Bringen Sie idealerweise auch Antworten zu den Standardfragen mit, zum Beispiel nach der Bewerbungsmotivation oder Ihrem Gehaltswunsch. Ein Bewerber antwortete auf die Fragen, warum er denn zu uns kommen möchte: ´Ich habe gehört, die Kantine soll hier so toll sein`. Das mag zwar ehrlich sein, aber Begeisterung löst man damit bei den Recruitern nicht aus.“

„Unser Konzern bietet sowohl im Stahlbereich als auch beim Maschinen- und Anlagenbau eine unglaubliche Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten. Da gibt es Forschungsabteilungen, die neue Stahlsorten erfinden, es gibt Menschen in der Instandhaltung, die die neusten Ansätze der Predictive Maintenance umsetzen. Kundenberater stehen mit ihrem technischen Hintergrund für Fachgespräche und Qualitätssicherung zur Verfügung. Projektingenieur*innen planen Getränkeabfüllanlagen, die weltweit an die individuelle Produktionsumgebung der Kunden angepasst werden müssen, und sie begleiten den Aufbau vor Ort. In unserem Karriereblog karriere-blog.salzgitter-ag.com gibt es eine lange Reihe von Erfahrungsberichten, die die unterschiedlichsten Einsatzgebiete mit Beispielen und persönlichen Anekdoten verdeutlichen.“

„Unterm Strich: Wir bieten spannende und vielfältige Aufgaben, bei denen man sich einbringen und mitgestalten kann; Produkte, die innovativ und nachhaltig sind; eine Mannschaft, die mit einer Hands-on-Mentalität klasse zusammenarbeitet; ein Konzern, der Stabilität, Entwicklungsmöglichkeiten und eine Vielzahl von Benefits bietet. Natürlich lohnt sich ein Blick auf unsere Homepage www.salzgitter-ag.com und in unsere Social-Media-Kanäle, um sich selbst ein umfangreiches Bild von unserem Konzern als Arbeitgeber zu machen.“

Die Hauptverwaltung der Salzgitter AG. Im Konzern sind weltweit mehr als 24.000 Mitarbeiter*innen tätig.

Die Zukunft der Ingenieurregion

Ostfalia übergibt an VDI Braunschweig und Hannover

Jüngst bekamen wir, das Projektteam von ingenieurregion.de, Post. In der Mail von Lars Ahrendt stand: „Voller Interesse habe ich mir als Ingenieur den mir noch nicht so geläufigen Begriff Ingenieurregion auf der entsprechenden Website angeschaut. Es freut mich, dass wir unsere Region mit diesem Begriff so in Verbindung bringen, dass für Interessierte Mehrwerte entstehen! Wahrscheinlich können wir in unserer Region viel mehr, als wir selber und andere es dieser Region zuordnen.“

Schön, dass wir mit Lars Ahrendt einen weiteren Mitstreiter gewonnen haben, der die Geschehnisse auf ingenieurregion.de aufmerksam verfolgt. Und der sich gut in unsere Ziele hineindenken kann, die lauten: in der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg junge Menschen für Technik zu begeistern, sie für ein ingenieurwissenschaftliches Studium zu gewinnen und die Young Engineers in der Region zu halten. Davon profitieren soll im Allgemeinen unser Beruf, indem Kinder und Jugendliche die Ingenieurinnen, Ingenieure und ihre Welt kennenlernen und Technik in ihr Herz schließen; und im Besonderen die Unternehmen, die gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigen, um ihre Aufgabe erfüllen und sich weiterentwickeln zu können.

Weiterentwicklung ist ein gutes Stichwort: Nach Ende der Förderung durch das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser betritt ingenieurregion.de die nächste Stufe. Für eine von den Projektpartnern angestrebte Verstetigung über das formale Projektende hinaus ist als perspektivisch aussichtsreiches Modell in der Prüfung, dass die VDI-Bezirksvereine aus Hannover und Braunschweig am 1. November den technischen Betrieb der Plattform von der Ostfalia nahtlos übernehmen. Der weitere Kurs sieht vor, ingenieurregion.de zum Branchenportal für (angehende) Ingenieurinnen und Ingenieure auszubauen. Hier sollen sich alle Zielgruppen rund um das Thema Studium und Arbeit wiederfinden: Schülerinnen und Schüler, Studierende, Young Engineers, Hochschulen und besonders innovationstreibende Unternehmen.

So sollen Schülerinnen und Schüler erfahren, dass viele Erfindungen direkt vor ihrer Haustür entwickelt werden und wie spannend der Ingenieurberuf ist; Studierende können sich informieren, an welcher regionalen Hochschule ingenieurwissenschaftliche Studienrichtungen angeboten werden und welche interessanten Arbeitgeber hier zu Hause sind; und die Unternehmen sollen sich sicher sein, dass ingenieurregion.de ein wichtiges Medium für sie ist – denn hier können sie Young Engineers zeigen, was sie so alles drauf haben.

Unzählige Protagonisten

Es wird wichtig sein, die Plattform mit ihren Inhalten in die Fläche zu tragen, sodass außer Zweifel steht: ingenieurregion.de spricht für die gesamte Metropolregion. Für Wissenschaft und Forschung bedeutet das: ingenieurregion.de vertritt alle Hochschulen von der Ostfalia über die TU Braunschweig und die Leibniz Universität bis zur Georg-August-Universität. Und für die Wirtschaft heißt das: Vom Automobilzulieferer in Wolfsburg über den Maschinen- und Anlagenbauer in Celle bis hin zum Ingenieurbüro in Hildesheim gibt es unzählige Protagonisten in der Ingenieurregion.

Unterstützt werden soll die Seite von Unternehmen, die dieselben Ziele haben wie die beiden Bezirksvereine: Fachkräfte für die Ingenieurregion zu begeistern. Gemeinsam zeigen wir, dass sie jungen Menschen attraktive Zukunftsperspektiven bietet – und dass es sich bei uns nicht nur gut arbeiten, sondern auch hervorragend leben lässt.


Stefan Boysen, für den VDI Braunschweiger Bezirksverein, und
Angelina Capelle M.A., Projektteam ingenieurregion.de, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

Anja Gerson, IAV GmbH

Anja Gerson

Teamleiterin Recruiting bei der IAV GmbH.

„Das Wichtigste ist, die eigene Persönlichkeit zu zeigen und sich nicht zu verstellen“

Was ist der beste Weg zum Traumjob? Bücher über erfolgreiche Bewerbungsstrategien gibt’s zuhauf. Also schlägt ingenieurregion.de einen anderen Weg ein und lässt diejenigen Fragen zu Bewerbung, Vorstellungsgespräch & Co beantworten, die es wissen müssen: die Personaler*innen aus der Metropolregion. Heute im Skill-Thrill-Interview: Anja Gerson, Teamleiterin Recruiting bei der IAV GmbH.

Anja Gerson, Teamleiterin Recruiting bei der IAV GmbH.
Forschen, entwickeln und Technologien von morgen auf die Bahn bringen: Hydraulikprüfstand am IAV-Standort Gifhorn.
Forschen, entwickeln und Technologien von morgen auf die Bahn bringen: Hydraulikprüfstand am IAV-Standort Gifhorn.

Bei IAV arbeiten die Macher*innen der Mobilität von morgen. Mobilität nachhaltiger, intelligenter, sicherer und einfach besser zu machen, ist unser Anspruch. Dafür brauchen wir Kandidat*innen, die neben exzellenten fachlichen Skills hohe Handlungskompetenz und Eigenverantwortung mitbringen und Spaß daran haben, Dinge kreativ zu hinterfragen und zu verändern. Zudem ist Partnerschaftlichkeit einer unserer Werte. Das sollten Kandidat*innen als Teamplayer leben – nach innen und nach außen.

„Auf den Lebenslauf, weil ich mir dort einen ersten strukturierten Überblick über die Kandidaten*innen verschaffen kann. Wichtig ist für mich dabei, dass bei jeder beruflichen Station ganz kurz die wichtigsten Tätigkeiten aufgeführt sind.“

„Das Wichtigste ist, die eigene Persönlichkeit zu zeigen und sich nicht zu verstellen. Dazu gehört es unter anderem, sich und seine Fähigkeiten realistisch einzuschätzen. Auch Schwächen zu benennen, gehört dazu. 😉 Merken wir außerdem, dass die Kandidat*innen gut vorbereitet sind, spricht das ebenfalls für sie oder ihn.“

„Sich zu verstellen und unzutreffende Eigenschaften aufzuführen, sind ein No-Go. Das fällt früher oder später sowieso auf und nützt am Ende weder uns noch den Bewerber*innen.“

„Bisher noch nicht, aber was nicht ist, kann ja noch werden. ;-)“

„Welche Werte und Purpose-Themen sind für Sie ausschlaggebend, dass Sie jeden Tag aufs Neue gerne für IAV arbeiten? Eine tolle Frage, die das Interesse des Bewerbenden für unsere Unternehmenskultur zeigt. Der Cultural Fit spielt eine wichtige Rolle. Super, wenn dies auch die Kandidat*innen so sehen.“

„Gebündelte Informationen zu IAV als Arbeitgeber, Stellenangeboten, Benefits und Insights gibt es auf unserer Karriereseite www.iav.com/karriere. Auf unseren sozialen Kanälen wie Facebook, Instagram und LinkedIn geben wir Einblicke in die IAV-Arbeitswelt. Wir lassen Mitarbeiter*innen in Porträts zu Wort kommen, zeigen Themen, an denen wir arbeiten, und geben Einblick in unsere Kultur.“

„Gifhorn ist unser größter Standort mit über 3.500 Mitarbeiter*innen. Hier arbeiten wir an unglaublich vielen Themen der Forschung und Entwicklung an modernsten Prüfständen und in Laboren – von HiL-Fahrwerksysteme über Hard- und Softwareentwicklung, Fahrerassistenzsysteme, elektrische Antriebe bis künstliche Intelligenz. Alles lässt sich hier überhaupt nicht aufzählen. Daher schaut gern auf unserer Website vorbei und in unsere Stellenangebote, um euch ein genaues Bild zu machen.“

„Wir bei IAV wollen die Welt durch Technologie und Engineering zum Besseren bewegen. Bei uns arbeiten Ingenieur*innen an den Technologien von morgen – und zwar nicht nur für ein Unternehmen, sondern mit allen großen Namen der Automobil- und Forschungswelt. Das Spannende dabei: Oftmals sind unsere Projekte so neu und so innovativ, dass wir noch gar nicht darüber reden dürfen. Das gibt den Kolleg*innen einen tollen Blick hinter die Kulissen und die Gewissheit, an den wirklich bahnbrechenden Innovationen zu arbeiten. Wer bei uns einsteigt, kann sich auf ein freundschaftliches Miteinander freuen, auf viel kreativen Freiraum und individuell zugeschnittene Karriereoptionen.“

Forschen, entwickeln und Technologien von morgen auf die Bahn bringen: Hydraulikprüfstand am IAV-Standort Gifhorn.

Wo bitte geht’s zum Berufseinstieg?

Wo bitte geht’s zum Berufseinstieg?

Raus aus der Uni, rein ins Berufsleben: Je näher das Ende des Studiums rückt, desto mehr breitet sich bei Studierenden ein flaues Gefühl in der Magengegend aus. Wie sieht’s eigentlich mit meinen Jobchancen aus? Auf welchen Wegen knüpfe ich Kontakte zu guten Arbeitgebern? Und wie verhalte ich mich beim Gehaltspoker richtig? Gut, wenn man sich bereits während des Studiums mit diesen Fragen beschäftigt so wie Catherine Rau, Nerea Meinicke und Bernd-Christian Hölscher. Von Mario Schlömann haben die drei Antworten aus erster Hand bekommen – denn er ist ein Guru.

Guru? Was ist denn das? Mario Schlömann, der Maschinenbau studiert hat, viele Jahre seine Expertise zur funktionalen Sicherheit von Transport- und Automatisierungssystemen für die Schienenfahrzeugindustrie einbrachte und jetzt in der IHK Braunschweig die Bereiche Innovation, Umwelt und Energie verantwortet, ist nicht erleuchtet und kennt nicht den Weg zur Erlösung. Doch mit seinem Erfahrungsschatz hat er gute Tipps zum erfolgreichen Berufseinstieg parat – und ist für angehende Ingenieur*innen ein wertvoller Gesprächspartner zu Themen wie Uni, Job und Karriere.

„Der Berufsstart ist ein superspannendes Thema“, sagt Nerea, die auf die Zielgerade ihres Masterstudiums Luft- und Raumfahrttechnik eingebogen ist, wie Catherine und Bernd-Christian an der TU Braunschweig studiert und sich gemeinsam mit den beiden im VDI Braunschweig engagiert. „Auf diesem Gebiet Erfahrungen auszutauschen, hilft mir weiter.“ Gesagt, getan. Das Trio schloss sich mit Mario Schlömann kurz und verabredete sich zur einstündigen Videoschalte. Im Schnelldurchlauf blickt ingenieurregion.de auf Fragen, Antworten, Meinungen. Das sagt die Gesprächsrunde über …

Mario: „Die allermeisten finden ihren Arbeitsplatz, weil sie ein gutes Netzwerk wie den VDI haben. Und weil sie deswegen jemanden kennen, der sie auf ein Unternehmen aufmerksam macht oder sogar die Tür öffnet. Auch Abschlussarbeit oder Promotion in Zusammenarbeit mit Unternehmen sind typische Wege in den Ingenieurberuf.“

Mario: „Im Prinzip eine gute Möglichkeit, damit Absolventen und Unternehmen ins Gespräch kommen können.“

Catherine: „Ja, doch wäre es schön, wenn die Aussteller nicht so viele Personaler schicken würden, von denen man meist nur das erfährt, was genauso auf den Unternehmens-Webseiten zu lesen ist. Viel lieber würde ich mich mit Ingenieurinnen und Ingenieuren über deren Berufsalltag unterhalten.“

Catherine: „Auf der einen Seite hört man, dass es viele Jobs gibt und Ingenieure gesucht werden. Auf der anderen Seite heißt es, dass die Corona-Krise der Industrie einen Dämpfer verpasst hat. Als Berufseinsteiger lässt mich das nachdenklich werden.“

Nerea: „Ich glaube schon, dass man einen guten Job bekommt. Aber was mich stark beschäftigt: Wo wird es sein? Und wird es genau der Job sein, den ich gerade im Kopf habe?“

Mario: „Die Auswirkungen der Pandemie sind sicher abhängig von der Branche. Höhen und Tiefen hat es immer gegeben, deswegen sollte man keine Angst haben. Ingenieure werden immer gefragt sein.“

Mario: „Die Frage ist, was man möchte. Die großen Unternehmen zahlen womöglich etwas mehr, und die kleinen geben Berufseinsteigern vielleicht mehr Verantwortung und auch Möglichkeiten, über den Tellerrand zu schauen.“

Bernd-Christian: „Für mich ist die Unternehmensgröße nicht entscheidend. Wichtig ist mir, dass ich mit anderen am Arbeitsplatz diskutieren und mich austauschen kann. Genau das brauche ich, um mich persönlich weiterzuentwickeln und auch andere voranzubringen.“

Bernd-Christian: „Welche Fähigkeiten, die ich mir an der Hochschule angeeignet habe, helfen mir im Arbeitsleben wirklich weiter?“

Mario: „Wie bei einer Abschlussarbeit muss man immer wieder unter Beweis stellen, sich Dinge schnell aneignen zu können. Genauso ist eine ausgeprägte IT-Affinität unersetzlich. Ich bin auch der Überzeugung, dass das Campusleben ein riesiger Gewinn ist – natürlich für die eigene Persönlichkeit, aber auch für das Teamwork am Arbeitsplatz. Vorurteilsfrei auf andere zugehen zu können, hat einen großen Wert.“

Nerea: „Ich finde es großartig, dass wir an dieser Stelle ganz offen über Geld reden konnten. Häufig ist das ja ein Tabuthema, weil sich viele davor scheuen, über konkrete Zahlen zu sprechen.“

Unsere Gurus sind für alle da

Lust, es Catherine, Nerea und Bernd-Christian gleichzutun? Nur zu! Neben Mario Schlömann zählt eine ganze Reihe guter Gesprächspartner*innen zu den Gurus von ingenieurregion.de, darunter Professor*innen, Ingenieur*innen mit Berufserfahrung, Young Engineers und Studierende. Sucht euch hier den richtigen Guru aus, stellt eure Fragen per Mail, Video oder persönlich – und berichtet uns, wie euch der Kontakt zu unserem Guru-Team weitergeholfen hat.

Neues VDI-Mentorenprogramm für Start up-Firmen

Neues VDI-Mentorenprogramm für Start up-Firmen

Hand drauf: VDI-Landesverbandsvorsitzender Prof. Dr. Uwe Groth gewinnt VDI-Kuratoriumsmitglied Christian Maxin (r.) von dp elektronik für das VDI Start up Engineering-Mentorenprogramm. Fotos (2): Harald Langguth

Eine wichtige Rolle im VDI Bezirksverein Hannover spielt das VDI Kuratorium. Das Gremium, dem neben nass magnet auch die Unternehmen Faurecia Autositze, Wahl + Co., micronex, DEKRA Hannover, Kählig Antriebstechnik, ibk Ingenieur Consult, Gustav Bertram und iGo3D angehören, tauscht sich regelmäßig unter Leitung des VDI-Landesverbandsvorsitzenden Prof. Dr. Uwe Groth über wichtige Zukunftsthemen für den Mittelstand aus. Dazu zählen die fortschreitende Digitalisierung und Lösungen für den Fachkräftemangel. Seit Oktober 2020 ist auch Christian Maxin dabei – Geschäftsführer des Spezialanbieters dp elektronik für systematische Zeiterfassung und digitale Schließsysteme aus Langenhagen.     

Prof. Dr. Uwe Groth  hat den exzellenten Ratgeber für Start-up Firmen in das Gremium berufen. Groth, der seit 2019 eine Professur für Entrepreneurship an der Leibniz Fachhochschule Hannover hat, benötigt diese Expertise für seine Studierenden. Einige von ihnen liebäugeln mit der Selbstständigkeit, müssen sich mit der Thematik aber auch sonst während ihres Studiums auseinandersetzen und auf dem Papier Firmen gründen. Maxin hat an der ehemaligen Leibniz-Akademie Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Marketing studiert: Dort, wo Uwe Groth heute lehrt.  „Wenn die Studierenden in der Vergangenheit Fragen hatten, habe ich ihnen immer die Telefonnummer von Christian Maxin gegeben. Nicht nur, dass er seit zehn Jahren Geschäftsführer ist – Herr Maxin kann sich auch bestens in die Lage der jungen Menschen hineinversetzen. Er gibt ihnen viele Tipps und kluge Ratschläge”, betont Groth. „Das Denken in Konventionen hat Ingenieur-Deutschland nach vorne gebracht. Der Nachteil daran: Wir perfektionieren zu viel”, hat Maxin erkannt. Er ist Anhänger der amerikanischen Philosophie „Make it work – then make it better”: erst starten – dann perfektionieren. Auch Groth denkt in diese Richtung: „Ich möchte meinen Studierenden Mut machen, Ideen zu entwickeln. Macht mal! Das haben wir doch verlernt.” Überhaupt sieht Groth ganz neue Entwicklungen im Zusammenspiel von arrivierten Firmen mit Start-ups: „Entweder die Großen engagieren sich dort finanziell – oder sie übernehmen die Leute, um den neuen Spirit für sich zu nutzen.” Den Geist und die frischen Ideen von Christian Maxin will Uwe Groth für das neue VDI Start up Engineering-Mentorenprogramm einsetzen, das in Kürze beginnt. Dort sollen auch Studierende des Fachs Maschinenbau als zukünftige Gründer*innen teilnehmen können. „Christian Maxin ist Experte, wenn es darum geht, Start up-Firmen auf ihre Marktfähigkeit zu beurteilen”, weiß Groth.             

Autor: Harald Langguth

Ausgezeichnet: Christian Maxin mit dem Stevie Award für besondere Unternehmensleistungen.

Digital Engineering – Maschinenbau

Ab dem Wintersemester 2021/2022 können Studieninteressierte, die sich für Technik und IT begeistern, das Beste aus Maschinenbau und IT im neuen Studiengang Digital Engineering Maschinenbau kombinieren und beide Kompetenzen sinnvoll vernetzt am Standort Wolfenbüttel studieren.

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