15. JeT Challenge-Cup auf der IdeenExpo

Zwei Oberschulen zeigten es den Gymnasiasten

Die Juroren blicken auf die Teams
Aufstellung zur Siegerehrung

Hannover/Hameln. Ein Schuljahr lang konstruiert, geschraubt, Antriebsachsen gewechselt und sich mit Elektromobilität beschäftigt: Elf Teams verschiedener Schultypen aus Hannover, Hemmingen, Sögel und Hameln brannten darauf, ihre Fahrzeuge gegeneinander antreten zu lassen – beim Finale am 25. Juni auf der IdeenExpo in Halle 9 beim JeT Challenge-Cup des VDI Landesverbands Niedersachsen und der Hochschule Hannover. Bereits zum 15. Mal veranstaltete der VDI Landesverband Niedersachsen seinen JeT Challenge-Cup für Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahre. Kooperationspartner ist die Hochschule Hannover.

Das Ziel: Junge Menschen über einen spannenden technischen Wettbewerb an die Themen Technische Nachwuchsförderung, Berufsorientierung und Elektromobilität heranzuführen. Seit Juni 2025 entwickeln und bauten rund 70 Schülerinnen und Schüler aus Schulen in Hannover und Niedersachsen ihren fernsteuerbaren und per Elektromotor angetriebenen Racing Cup-Wagen im Maßstab 1:10. JeT – das steht für Jugend entdeckt Technik.

Gruppenfoto vom Team mit Urkunde
Platz 1 Team E-Motion Engineering von der Pestalozzischule Hannover

Wie im Vorjahr siegte das Schülerteam der Pestalozzischule aus Hannover, Teamname E-Motion Engineering. Härtester Widersacher war das Team von der Bismarckschule Hannover, einem Gymnasium. Das landete wider Erwarten nur auf Platz 3. Dazwischen schoben sich völlig unerwartet die TurboToaster3000 von der Eugen-Reintjes-Schule in Hameln. Damit landeten gleich zwei Oberschulen auf den ersten beiden Plätzen und zeigten es den Gymnasiasten. „Mit Platz 2 habe ich definitiv nicht gerechnet“, freut sich Sebastian Bugdoll. Er ist Fachpraxislehrer für Kfz-Technik im gleichnamigen Berufsfach der Eugen-Reintjes-Schule. Seit 2018 macht die Berufsbildende Schule bei dem Wettbewerb des Vereins Deutscher Ingenieure mit. In diesem Jahr holt sie ihre beste Platzierung. Bugdoll nutzt das Projekt in der 10. Klasse bewusst als Einstieg für seine Schüler in die Elektromobilität. „Wir versuchen ein schnelles, energieeffizientes Fahrzeug zu konstruieren“, betont der Lehrer. In diesem Jahr ist das besonders gut gelungen. Die Schüler kommen aus dem Schulverbund mit der Oberschule Hessisch-Oldendorf, der Schule im Hummetal und der Pestalozzischule Hameln. Zwei Tage in der Woche sind sie an der Berufsbildenden Schule. Sie können aus neun verschiedenen Berufsfeldern wählen – Kfz-Technik ist einer davon. Bei der Berufsorientierung geht es um Kraftfahrzeugtechnisches Grundwissen. Die Teilnahme am JeT-Challenge-Cup ist das Jahresprojekt innerhalb der Berufsorientierung. Neben dem Umbau und der Fahrzeugoptimierung geht es auch um die Softskills Teamfähigkeit, Durchsetzungsfähigkeit und Kritikfähigkeit. „Wir haben immer als Team zusammengearbeitet“, sagt Jamal Kahrels (18). „Wir wollten ins obere Mittelfeld kommen. Über Platz 2 freuen wir uns riesig“, betont Nico Wagner (16). Dritter im Bunde ist Jamie Merten (16). Bei der Namensfindung stand ChatGPT Pate. „Wir haben die KI nach lustigen Namen gefragt. Die Antwort war TurboPizza. Weil das Auto aussieht wie ein Toaster, haben wir dann den Namen TurboToaster3000 gewählt“, erklärt Jamal Kahrels. Große Herausforderungen waren der vorgegebene Umbau von vier auf drei Räder – und dass die ersten Prototypen zu instabil waren. Einmal gab sogar die Elektronik bei ihrem Fahrzeug ihren Geist auf. Doch das Trio ließ sich davon nicht entmutigen und blieb dran.

Gruppenfoto vom Team mit Urkunde
Platz 2 für das TurboToaster3000 Team von der Eugen-Reintjes-Schule in Hameln

Besonderen Wert legt die Jury auf Eigenentwicklungen. Dabei galt es für die elf Schüler-Teams, eine Mischung aus Energieeffizienz, Beschleunigung und optimaler Straßenlage bei ihren Fahrzeugen zu erreichen. In den Fahrwettbewerben wurden Energieverbrauch und Durchschnittsgeschwindigkeit gemessen. Im spannenden Abschlussrennen jeder gegen jeden waren dann fahrerisches Können und Robustheit der Fahrzeuge gefordert. „Die TurboToaster3000 der Eugen-Reintjes-Schule haben bewiesen, wie wichtig die Teamarbeit im Projekt ist. Die drei haben sich super gegenseitig ergänzt – der Lohn dafür war Platz 2“, unterstreicht JeT-Challenge-Ideengeber Prof. Dr. Uwe Groth, Vorsitzender des VDI Landesverbands Niedersachsen.

Personen sitzen und stehen um einen Tisch mit dem Dreirädrigen Wasserstoffauto.
Fachsimpeln mit Lehrer am Wasserstoffauto
Schülerin nimmt Urkunde entgegen.
Platz 4 für das Team Lightning Mc Queens von der KGS Hemmingen

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